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Wissenschaft

Exoplaneten (Extrasolare Planeten)

Bei der Entdeckung von Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems leistete das Genfer Observatorium Pionierarbeit: 1995 entdeckten Forscher dieses Observatoriums erstmals einen Exoplaneten. Dieser Planet gehört zum Sternbild Pegasus, das 40 Lichtjahre von der Erde entfernt ist.

Die Erforschung von Exoplaneten hat seit dieser Entdeckung in der astronomischen Forschung eine wichtige Rolle erhalten. Die Exoplaneten liefern nicht nur wertvolle Informationen über die Entstehung unseres Sonnensystems und des Planeten Erde, sondern auch über die allfällige Existenz von ausserirdischem Leben.

Mittlerweile sind viele weitere Exoplaneten entdeckt worden – bis Mai 2006 waren es bereits 200. Einige bestehen aus Gas wie der Jupiter, andere setzen sich aus Gas und Felsen zusammen wie der Neptun und der Uranus. Die grösste Herausforderung besteht nun darin, Planeten zu finden, die der Erde ähnlich sind.

Mit Hilfe des HARPS - Spektrografen, dem Teleskop des Europäischen Observatoriums in Chile, entdeckte im Jahre 2004 eine Gruppe von Genfer Wissenschaftlern gemeinsam mit Weltraumexperten aus anderen europäischen Ländern einen Planeten, der bisher am meisten Gemeinsamkeiten mit der Erde aufweist. Dieser kleine Planet kreist um den Stern mu Arae im Sternbild des Altar (Ara).

Im Mai 2006 gab die Zeitschrift ‚Nature' einen Durchbruch in der Erforschung von Exoplaneten bekannt. Ein Team europäischer Astronomen, zu dem auch Forscher aus Bern und Genf gehören, hatte drei neue Exoplaneten entdeckt. Dieser so genannte ‚Neptuns Dreizack' im Sternbild Puppis ist rund 40 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Einer dieser Planeten hat eine Gashülle und einen Kern aus Eis und Felsen. Zudem deutet die Entfernung von seiner Sonne darauf hin, dass er über Wasser verfügen könnte. Zu diesem Schluss kam ein Forscherteam des Instituts für Weltraumforschung und Planetologie an der Universität Bern, das sich auf die Erforschung der Beschaffenheit von Planeten spezialisiert hat.

"Die Entdeckung ist ein Meilenstein für die Suche nach einer zweiten Erde im Universum. Zwar sind sich die Erde und der Exoplanet, welcher der Erde am Ähnlichsten ist etwa so gleich, wie ein Pferd und ein Hund. Dies ist jedoch schon ein Fortschritt, wenn man bisher nur Elefanten gefunden hat."

Willy Benz, Professor am Physikalischen Institut der Universtität Bern über die Entdeckung des 'Neptuns Dreizack'