Das Weltwirtschaftsforum WEF
Die Schweiz beherbergt das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum, WEF), eine private Stiftung mit Sitz in Genf. 1971 von Professor Klaus Schwab als Europäisches Management Forum gegründet, entwickelte sich das WEF zunehmend zu einer Schnittstelle zwischen transnationalen Konzernen und Regierungen. Heute ist das WEF eine wichtige Dialogplattform für Verantwortliche aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Religion, Medien und Nichtregierungsorganisationen.
Neben zahlreichen regionalen Anlässen organisiert die Stiftung jährlich Ende Januar eine Jahrestagung in Davos (Kanton Graubünden). An über 200 Foren diskutieren etwa 2000 Persönlichkeiten aus fast 100 Ländern zu einem vorgegebenen Thema (2006: "Weltweite Bekämpfung der Tuberkulose"). Häufig wird die Abkürzung WEF mit diesem Jahrestreffen gleichgesetzt.
Mitglieder der Schweizer Regierung nützen die Anwesenheit zahlreicher bedeutender Persönlichkeiten während der WEF-Tagung für bilaterale Gespräche.
Bereits in den 1970-er Jahren verabschiedete das WEF eine Charta, in der sich Wirtschaftsführer verpflichten, bei ihrer Tätigkeit die Interessen der Mitarbeiter, der Umwelt, der nachhaltigen Entwicklung ebenso zu verfolgen wie die Erwirtschaftung von Gewinn.
Kritiker sehen im WEF einen "elitären Club der grössten Weltkonzerne" und werfen den Organisatoren vor, Sozialthemen nur dann ernsthaft zu diskutiert, wenn davon negative Auswirkungen für die Wirtschaft zu befürchten sind.
Externe Links
- World Economic Forum (englisch)