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Schienengüterverkehr

Durchbruch beim Bau des Lötschbergtunnels im April 2005 (in neuem Fenster)

Durchbruch beim Bau des Lötschbergtunnels im April 2005: die Arbeiter der Kantone Bern und Wallis begrüssen sich.© www.blsalptransit.ch

Der Verkehr auf der Strasse nimmt jedes Jahr zu. Um Bevölkerung und Umwelt zu schützen, soll der Verkehr in Zukunft vermehrt von der Strasse auf die Schiene verlagert werden. Darum wird die Eisenbahn ausgebaut. Momentan wird die so genannte Neue Alpentransversale (NEAT) gebaut, die es erlauben wird, die Schweiz auf der Schiene viel schneller zu durchqueren. Herzstücke der NEAT sind die beiden Basistunnel am Gotthard (57 km) und am Lötschberg (34.6 km).

Eine weitere Massnahme zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene ist die so genannte leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe, die im Januar 2001 eingeführt worden ist. Dies bedeutet, dass für jeden Transport je nach Gewicht und zurückgelegter Distanz eine Gebühr zu bezahlen ist.

Seit Juni 2001 ist ausserdem die so genannte 'Rollende Landstrasse' auf der Lötschberg-Simplon-(Eisenbahn-) Linie in Betrieb. Auf der neuen alpenquerenden Linie können bis zu 44 Tonnen schwere, bis 4 Meter hohe und bis 2,5 Meter breite Lastwagen von Freiburg in Süddeutschland nach Novara in Norditalien befördert werden.

Die Schweizerische Verkehrspolitik scheint erste Früchte zu tragen: 2004 wurden 65% der alpenquerenden Güter per Bahn transportiert - mehr als in den anderen Alpenländern. Zudem wurden 2004 insgesamt 10% mehr Fracht per Bahn und 5% mehr auf der Strasse befördert als im Jahr 2000. Die Anzahl Lastwagen, welche die Alpen querten, ging im selben Zeitraum um 10% zurück.