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Herausforderungen und Strukturwandel

Lama im Emmental, Kanton Bern (in neuem Fenster)

Lama im Emmental, Kanton Bern© julia slater / swissworld.org

Mehr als zwei Drittel der Bauernbetriebe suchen anderweitige Einnahmen, da die Landwirtschaft nicht genügend einbringt. Die meisten verdienen 50 - 90 % aus der Landwirtschaft; ein Fünftel jedoch lebt mehr als zur Hälfte von andern Einnahmequellen. Exotische Früchte, wie Melonen, oder ungewöhnliche Tiere, wie Strausse, Ochsen, Bison oder Hochlandvieh sind eine Alternative. Oder es werden Bauernhof-Ferien oder Lamareiten angeboten.

Das landwirtschaftliche Einkommen wird immer schlechter im Vergleich mit industriellen Berufen, so dass junge Leute sich mehr und mehr von der Landwirtschaft abwenden.

Ferner wird es für viele Bauern immer schwieriger, eine Familie zu gründen: für Ausbildung und berufliche Tätigkeit verlassen immer mehr junge Frauen ihre Dörfer. Obwohl das Leben einer Bäuerin heute nicht mehr so beschwerlich ist wie früher und die Partnerinnen der Bauern die Gelegenheit haben, teilzeitlich ausserhalb des Hofes erwerbstätige zu bleiben (was aus finanzieller Sicht oft sogar nötig ist), hat das Landleben mit seinen beschränkten Möglichkeiten seinen Reiz verloren.

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