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Bekämpfung der Finanzkriminalität

Schweizer Franken (in neuem Fenster)

Dank einer griffigen Geldwäschereigesetzgebung bietet der Schweizer Franken keinen Schutz für Personen, welche illegal angehäufte Gelder hier aufbewahren möchten.© Swissmint

Die Schweiz beteiligt sich international an vorderster Front an der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Finanzkriminalität und verfügt über ein griffiges Abwehrdispositiv gegen Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Sie beteiligt sich aktiv in der Gruppe zur Bekämpfung der Geldwäscherei (Groupe d'action financière GAFI). Mit ihren Anstrengungen und Erfolgen im Kampf gegen die Korruption und den Terrorismus trägt sie zur Integrität ihres Finanzplatzes bei.

Das Geldwäschereigesetz auferlegt den Banken und übrigen Finanzinstituten umfangreiche Sorgfaltspflichten. Dazu gehört inbesondere die Pflicht zur Identifizierung ihrer Kunden und der Herkunft der bei ihnen angelegten Gelder. Bei begründetem Verdacht auf Geldwäscherei müssen die Banken die Behörden benachrichtigen und die zweifelhaften Gelder blockieren. Dieselben Instrumente können auch zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung eingesetzt werden.

Unerwünschte Gelder

Das Bankgeheimnis bietet keinen Schutz für illegal angesammelte Gelder von Diktatoren, Potentaten und sonstigen politisch exponierten Persönlichkeiten. Die Zeiten der Marcos, Abacha und anderen Mobutus sind definitiv vorbei. Es gibt in der Schweiz keine anonymen Nummernkonti. Zudem erliess die Schweiz wirksame Gesetze, um ihren Finanzplatz gegen unrechtmässig erworbene Gelder zu schützen und deren transparente Rückgabe zu ermöglichen. Sie setzt dabei auf Mittel der Prävention und der Rechtshilfe. Die Schweiz nahm bei der Einführung von Gesetzen zum Schutz des Finanzplatzes vor derartigen Geldern eine Pionierrolle ein. Die Schweizer Regelung hat sich seither als äusserst effizient erwiesen. In den vergangenen 15 Jahren konnte die Schweiz rund 1,7 Milliarden Franken beschlagnahmen und an die betroffenen Staaten zurückgeben – deutlich mehr als jeder andere Finanzplatz.

Internationale Zusammenarbeit

Auch auf internationaler Ebene setzt sich die Schweiz in Gremien wie der Groupe d'action financière (GAFI, oder Englisch: Financial Action Task Force, FATF) oder der UNO aktiv für die Bekämpfung von Geldwäscherei, Korruption und unrechtmässig erworbenen Geldern ein. Sie orientiert sich bei der Sicherstellung der Integrität an den international anerkannten Standards.