Wandel der Arbeitswelt
Während in den 1960-er Jahren noch rund die Hälfte aller Arbeitnehmenden im Industriesektor beschäftigt war, sank dieser Anteil bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf einen Viertel. Gleichzeitig stieg der Anteil an Arbeitskräften im Dienstleistungssektor von 39% auf 72% (2003).
Der Grund für diesen Trend, von dem alle Industrieländer betroffen sind, ist einerseits in der zunehmenden Automatisierung der Arbeitsprozesse und andererseits in der Globalisierung zu finden. Es ist heute einfacher geworden, die Produktion von Gütern in Länder mit tieferen Löhnen zu verlegen.
In der Schweiz gibt es immer weniger Stellen für unqualifizierte Arbeitskräfte. Zudem ist viel Flexibilität und die Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung gefragt.
Für die Schweizerinnen und Schweizer ist die Lebensqualität jedoch sehr wichtig. Dazu gehören neben einem guten Arbeitsklima, flexiblen Arbeitszeiten und einem gewissen Grad an Unabhängigkeit auch der Wunsch nach mehr Zeit für Familie und Hobbies.
Eine Umfrage des Bundesamtes für Statistik aus dem Jahr 2005 ergab, dass fast ein Drittel der Erwerbstätigen Teilzeit arbeiteten. Bei den Frauen waren es 56%, bei den Männern 11%.