Arbeitslosigkeit
Bis Anfang der 1990-er Jahre war die Arbeitslosigkeit in der Schweiz so tief, dass sie kein Thema war.
Für diese Stabilität gab es verschiedene Gründe:
- Das Arbeitsangebot und die Arbeitsnachfrage entwickelten sich weitgehend parallel, d.h. es gab genügend Stellen für die Arbeitssuchenden.
- Ausländische Arbeitskräfte glichen die konjunkturellen Schwankungen aus, d.h. in Zeiten der Hochkonjunktur wurden mehr AusländerInnen in die Schweiz geholt als in Zeiten der Rezession.
- Die Unternehmen versuchten in Krisenjahren Massenentlassungen zu vermeiden, um den Arbeitsfrieden nicht zu gefährden.
- Es gab wenig Wirtschaftszweige, die für konjunkturelle Schwankungen besonders anfällig waren und sehr viele Arbeitskräfte beschäftigten (wie z.B. der Bergbau und die Stahlindustrie).
Während der Rezession in den 1990-er Jahren stieg die Arbeitslosenzahl jedoch drastisch an und erreichte 1997 den Spitzenwert von 5,7%. Dies war unter anderem die Folge von umfassenden Restrukturierungen, die zu Massenentlassungen führten.
Ende 2007 war die Arbeitslosenquote 2,8%.
Von der Arbeitslosigkeit sind nicht alle Regionen und sozialen Schichten gleich betroffen: in der französisch- und italienischsprachigen Schweiz ist sie höher als in der Deutschschweiz, Frauen sind tendenziell häufiger betroffen als Männer und AusländerInnen haben mehr Mühe, eine Arbeit zu finden als SchweizerInnen.
Externer Link
- Schweizerische Arbeitsmarktstatistik Staatssekretariat für Wirtschaft
- Arbeitslosigkeit, offene Stellen, Indikatoren Bundesamt für Statistik
