Wasserkraft
Wasser ist der wichtigste natürliche "Rohstoff" der Schweiz. In einer ersten Phase wurden die Laufkraftwerke an den Flüssen des Unterlandes gebaut, nach dem 2. Weltkrieg begann die stürmische Erschliessung der Wasserkraft in den Alpen.
Heute stammen zwei Drittel der mit Wasserkraft gewonnenen elektrischen Energie aus den Gebirgskantonen Graubünden, Tessin, Uri und Wallis.
Wasserstrom hat als erneuerbare Energie unbestreitbare Vorteile. Bei der Produktion werden weder Luftschadstoffe noch Treibhausgase freigesetzt.
Die ökologische "Schattenseite" sind massive Eingriffe in die Lebensräume der Fliessgewässer. Viele einst zügig fliessende Flüsse des Unterlandes wälzen sich heute träge von Staumauer zu Staumauer.
Weil ein Teil des Wassers zur Stromproduktion abgezweigt wird, ist namentlich im Gebirge manch ein Bach, der zuvor munter sprudelte, nur noch ein kümmerliches Rinnsal.
Seit 1992 verlangt das Gewässerschutzgesetz, dass in elektrizitätswirtschaftlich genutzten Bächen minimale Restwassermengen verbleiben müssen.
