Grundwasser
Grundwasser aus Förderbrunnen und Quellen decken mehr als 80% des Verbrauchs. Saubere Grundwasservorkommen bilden eine existenzielle Ressource der Schweiz.
Gemäss dem neuesten Bericht des nationalen Netzes zur Qualitätsbeobachtung des Grundwassers (NAQUA) finden sich bei 60% der Grundwasservorkommen Spuren von Herbiziden, 45% enthalten Kohlenwasserstoffe.
Ein Dauerproblem ist ebenfalls das Nitrat. Überschüssiger Stickstoffdünger versickert aus Äckern ins Grundwasser und lässt die Nitratwerte in manchen Gebieten über das gesetzlich geforderte Limit ansteigen. 20% der Grundwasservorkommen weisen derzeit zu hohe Gehalte auf. Hier ist die Landwirtschaft gefordert.
Praktisch unbelastet ist andererseits das Grundwasser bewaldeter Gebiete. Auf Waldböden wird kein Dünger ausgebracht und auch Pestizide kommen hier nicht zum Einsatz.
Der Schutz der Grundwasservorkommen ist eine Daueraufgabe. Raumplanung, Landwirtschaft, Waldnutzung, Industrie und Gewerbe müssen ihren Beitrag leisten, damit auch in Zukunft die Qualität des Trinkwassers erhalten bleibt.
Externe Links
- Nationale Qualitätsbeobachtung Grundwasser Bundesamt für Umwelt