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Gerichtslinden und Tanzbäume

Mächtiger Lindenbaum im Dorf Scharans, Kanton Graubünden (in neuem Fenster)

Die Linde neben der Kirche in Scharans (Kanton Graubünden) ist etwa 700 Jahre alt.© julia slater / swissworld.org

Linden spielten im Schweizer Dorfleben allgemein eine wichtige Rolle. Noch heute stehen an verschiedenen Orten so genannte Gerichtslinden. Die Ortschaft Malters im Kanton Luzern hat ihren Namen von "mahal-tre", was frei übersetzt "Treffpunkt-Baum" bedeutet. Nach germanischem Brauch versammelten sich früher die Menschen unter einem Baum, um rechtliche Fragen zu klären.

Die Dorflinden dienten auch als Tanzsaal. Zu diesem Zweck wurde - so unglaublich dies auch klingen mag - auf den Ästen, die nach unten gebunden waren, damit u.a. die Blüten leichter geerntet werden konnten, Holzbretter verlegt, und auf diesen Holzböden konnte dann schliesslich getanzt werden.