Offizielles Schweizer Informationsportal

Your Gateway to Switzerland

Umweltschutz

Bauschutt

Künstliche Inseln aus Gotthard-Aushubmaterial am südlichen Ende des Vierwaldstättersees (in neuem Fenster)

Künstliche Inseln aus Gotthard-Aushubmaterial am südlichen Ende des Vierwaldstättersees© AlpTransit Gotthard AG

Beim Bau von Grossprojekten wie der neuen Eisenbahn-Alpentransversale NEAT entstehen Berge von Aushubmaterial. Alleine 24 Millionen Tonnen stammen vom Gotthard (das entspricht dem fünffachen Volumen der Cheopspyramide in Ägypten).

Ein Teil des Aushubmaterials wird gleich an den Baustellen weiterverarbeitet, wo es als hochwertiger Zement für die Verschalung der Tunnelwände der beiden Basistunnel Gotthard und Lötschberg eingesetzt wird. Ein weiterer Teil wird als Rohbaumaterial an Dritte verkauft, oder zur Landgewinnung oder auch für Aufschüttungen verwendet. Im Reuss-Delta, am südlichen Ende des Vierwaldstättersees beispielsweise, geniessen Badende nunmehr die Freuden einiger kleiner Badeinseln, welche aus Gotthard-Aushubmaterial errichtet wurden.

Verkehrsminister Moritz Leuenberger verschenkt anlässlich offizieller Besuche gerne auch Gesteinsbrocken aus dem Gotthardmassiv als Briefbeschwerer. Ein im wahrsten Sinne des Worts einzigartiges Souvenir, wenn man bedenkt, dass kein Stein dem anderen gleicht.

Eine weiteres Abfall-Nebenprodukt entstand beim neuen Lötschbergtunnel; das warme Wasser, welches dort mit einer Temperatur von rund 20 Grad mit 150 Litern pro Sekunde herausfliesst, soll zur Aufzucht von Stören oder auch tropischen Früchten genutzt werden. Für den in der Nähe gelegenen Thunersee und dessen Ökosystem, das heisst insbesondere dessen Fischbestand, ist dies allerdings eher bedrohlich.

Externe Links