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Klima

Wissenschafter auf dem Jungfraujoch untersuchen die Auswirkungen von Feinstaub auf das Klima (in neuem Fenster)

Wissenschafter auf dem Jungfraujoch untersuchen die Auswirkung von Feinstaub auf die Klimaveränderung© Paul Scherrer Institute

Einige Staubteilchen reflektieren das Sonnenlicht, was zu einer lokalen Abkühlung der Atmosphäre führen kann. Andere wiederum tun das Gegenteil - sie absorbieren Licht - was zu Erwärmungen der Atmosphäre führt.

Während der kalten Monate im Winter führen die topographischen Gegebenheiten in der Schweiz zu sogenannten Inversionswetterlagen: Weil die Lufttemperatur bei dieser Wetterlage mit der Höhe ansteigt und kältere Luft eine höhere Dichte besitzt, kommt es zu einer Abschottung der wärmeren von der kälteren Luftschicht. Damit wird die Luftzirkulation verhindert, und die verschmutzte Luft bleibt in der kühleren Luftschicht über dem Boden hängen. Eine besonders starke Form der Luftverschmutzung infolge Inversionswetterlage ist der Smog, welcher sich vor allem über Ballungszentren bildet.

Zur Smogbildung kommt es in der Schweiz aber auch im Sommer: Man spricht in diesem Fall auch von Photosmog oder Ozon-Smog. UV-Strahlung in Verbindung mit Stickoxiden, Kohlenmonoxid und flüchtigen organischen Verbindungen führt bei anhaltenden Schönwetterperioden und intensiver Sonneneinstrahlung zu erhöhten bodennahen Ozonkonzentrationen, was sowohl für die Umwelt wie auch die Gesundheit schädlich ist.

Die Forschungsstation auf dem Jungfraujoch wird von einem internationalen Forscherteam für Untersuchungen über das Verhalten von Feinstaubpartikeln genutzt. Dabei interessieren nicht nur die Interaktionen von Staubteilchen mit dem Licht, sondern auch deren chemische Zusammensetzung sowie die Frage, inwieweit sie die Wolkenbildung beeinflussen.