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Rückzug der Gletscher

Triftbrücke mit über den Gletscherbach des Triftgletschers mit Wanderern. (in neuem Fenster)

Im Hitzesommer 2003 versank die Gletscherzunge des Triftgletschers (Berner Oberland) im Schmelzwassersee, was zu einem Gletscherrückgang von über 136 Metern innerhalb eines Jahres führte. Die Experten befürchten, dass ein Gletscherabbruch eine Flutwelle auslösen könnte.© Robert Boesch, ST/swiss-image.ch

Die menschengemachte Warmzeit wird das Gesicht des Landes spürbar verändern, besonders in den Bergen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts, als die nacheiszeitliche Vergletscherung der Alpen ihr Maximum erreicht hatte, sind die Schweizer Gletscher auf dem Rückzug.

Die 1869 gegründete Schweizerische Gletscherkommission beobachtet die Veränderung der Gletscher in der Schweiz genau. In den Jahren 2004-2005 sind 79 der 87 beobachteten Gletscher zurückgegangen und sieben gleich gross geblieben. Am markantesten war mit 216 Metern der Rückgang des Triftgletschers im Kanton Bern.

Hält dieser Trend an, werden im Lauf dieses Jahrhunderts 50 bis 90% der Schweizer Gletscher ganz verschwinden.

Zusammen mit der Schneeschmelze im Hochgebirge bewirkt das sommerliche Abschmelzen der Gletscher, dass die Schweizer Flüsse auch in trockenen Sommern noch reichlich Wasser führen.

Das wird sich ändern, wenn die eisigen Wasserspeicher der Alpen wegfallen. Flüsse mit Niedrigwasser während der Sommermonate sind weder für die Betreiber von Flusskraftwerken noch für die Bauern oder Badelustige eine erfreuliche Aussicht.

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