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Umweltschutz

Flora und Fauna

Der Klimawandel in der Schweiz hat Auswirkungen auf die Artenvielfalt.

Bis in die siebziger Jahre haben sich die Jahresmitteltemperaturen in der Schweiz kaum erhöht. Seither ist jedoch ein kontinuierlicher Anstieg zu beobachten. Die deutlich gestiegenen Temperaturen haben beispielsweise einen Anstieg der Baumgrenzen verursacht. Da einige Sorten somit nur noch in höheren Lagen wachsen, ist ein Artenverlust der auf verschiedene Höhenlagen spezialisierten Arten zu beobachten, welcher mit einem Verlust von Lebensräumen einhergeht. Die Konsequenzen sind deutlich: Auf einigen Alpen sind mehr Pflanzenarten als vor 50 bis 100 Jahren zu finden, andere Pflanzenarten wiederum sind ausgestorben, und weitere werden im Zug der klimatisch bedingten Verschiebung der Vegetationsgrenzen unweigerlich folgen.

Zu den besonders bedrohten Tierarten im Alpenraum gehören das Alpenschneehuhn (Lagopus muta oder auch mutus), welches bereits auf der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2007 (Weltnaturschutzorganisation) steht, sowie der Schneehase (Lepus timidus). Dabei ist nicht nur die zunehmenden Begrenzungen des Lebensraums ein Problem, sondern auch der Umstand, dass die Populationen isoliert werden, was sich negativ auf ihre Brutaktivitäten auswirkt.

Das Tempo der Klimaveränderung ist eine weitere Gefahr. Insbesondere die Wälder, sie gehören zu den empfindlichsten Ökosystemen, sind möglicherweise nicht in der Lage, sich rasch genug den veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen. In den Wäldern lebende flügellose Insektenarten beispielsweise können dem Rückzug ihrer Lebensräume möglicherweise nicht rasch genug Folge leisten.

Ein weiteres zu beobachtendes Phänomen ist der Rückzug der Arten in Richtung Norden.

Auf die Dauer werden wohl viele Ökosysteme einem dramatischen Wandel unterworfen werden. Einige Arten könnten ihren Lebensraum auf Kosten anderer ausdehnen: Zugvögel beispielsweise werden möglicherweise durch eine "Bevölkerungsexplosion" heimischer Vogelarten verschwinden. Zugvögel sind im übrigen auch dadurch bedroht, dass einige ihrer "Futter-Tankstellen" entlang ihrer Flugrouten zerstört werden, wodurch sie zu wenig Futter für ihre langen Reisen finden.