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Umweltschutz

Biosphärenreservate in der Schweiz

Moorlandschaft im Entlebuch (in neuem Fenster)

Als Biosphärenreservate werden von der UNESCO schützenswerte Landschaften ausgezeichnet, welche gemäss dem UNESCO-Programm "Der Mensch und die Biosphäre" (Man and Biosphere, MAB) eine dauerhaft umweltgerechte Entwicklung auf Basis einer sorgsamen wirtschaftlichen Nutzung des Lebensraumes mit der Erhaltung der natürlichen Vielfalt verbinden.

In der Schweiz gibt es zwei UNESCO-Biosphärenreservate:
Den Schweizerischen Nationalpark, welcher 1979 in das Netzwerk der UNESCO-Biosphärenreservate aufgenommen wurde, und das Biosphärenreservat Entlebuch im Kanton Luzern, welches 2001 folgte.

Neue Biosphärenreservate müssen vorab die Anforderungen an einen "Regionalen Naturpark" erfüllen. Für die Anerkennung durch die UNESCO, welche auf Antrag des Bundesrates erfolgt, müssen folgende weitere Kriterien erfüllt sein:

  • Zonierung in Kernzone, Pflegezone sowie Entwicklungszone
  • Biogeografische Repräsentativität (Einzigartigkeit im Vergleich zu bereits vorhanden Biosphärenreservaten in der Schweiz)
  • Forschung (angewandte und wenn möglich interdisziplinäre Forschungstätigkeit)

 
Ein schönes Beispiel für den potentiellen Nutzen solcher Reservate ist das "Biosfera-Projekt": Das im östlichsten Teil der Schweiz gelegene Val Müstair im Kanton Graubünden plant die Aufnahme in die Liste der UNESCO-Biosphärenreservate, um den Folgen von Abwanderung und deren wirtschaftlichen Konsequenzen entgegenzutreten (Zum geplanten Biosphärenreservat gehört auch der angrenzende Nationalpark). Wichtigstes Ziel des Projekts ist die Schaffung eines starken Lebensraums für künftige Generationen in einer intakten Natur.

 

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