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Bedeutung der Schweizer Uhrenindustrie

Sonderbriefmarke der Schweizer Post (in neuem Fenster)

2005 erschienen zwei Sonderbriefmarken zu Ehren der Schweizer Uhrenindustrie.© swisspost

Die Schweiz wird im Ausland oft und zurecht mit der Produktion von qualitativ hochstehenden Uhren in Verbindung gebracht. Uhren sind der drittwichtigste Exportzweig nach der chemischen und der Maschinenindustrie.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts waren in den rund 650 Uhrenunternehmen rund 40'000 Arbeitnehmer/-innen angestellt. Die meisten Firmen sind klein und beschäftigen weniger als 100 Angestellte. Dominiert wird der Schweizer Uhrenmarkt von der Swach Group.

Rund 95% der Schweizer Uhrenproduktion wird exportiert. Im Jahr 2004 betrug der Gewinn aus den Uhrenexporten 9 Milliarden Dollar – kein anderes Land erwirtschaftete mit dem Uhrenexport mehr Gewinn als die Schweiz. Dafür verantwortlich sind die teuren Luxusuhren, die einen grossen Teil des Exportgewinns ausmachen. Betrachtet man die Anzahl exportierter Uhren liegt die Schweiz (25 Millionen Uhren im Jahr 2004) weit hinter China (eine Millarde) oder Hong Kong (700 Millionen).

Der durchschnittliche Produktionspreis einer chinesischen Uhr beträgt einen Dollar, die Produktion einer Uhr in Hong Kong kostet fünf Dollar. Eine in der Schweiz hergestellte Uhr kostet dagegen durchschnittlich 329 Dollar.

Der Absatzmarkt für Schweizer Uhren konzentriert sich auf drei Kontinente. An der Spitze stehen die USA, die 2004 fast 17% der exportierten Schweizer Uhren kauften. An zweiter Stelle steht Hong Kong mit knapp 16%. Hong Kong ist ein grosser Zwischenhandelsplatz, d.h. von Hong Kong aus werden viele Produkte weiter verkauft. Nach China werden noch relativ wenige Uhren exportiert, die Tendenz ist jedoch stark steigend (2003 stiegen die Exporte nach China um 40%).

In Europa sind Italien und Frankreich die wichtigsten Kunden.

Im Jahr 2004 konzentrierten sich 82% der Exporte auf 15 Länder.

Die Schweiz verdankt ihren Erfolg nicht nur der hohen Qualität sondern auch der grossen technologischen und das Design betreffenden Vielfalt ihrer Produkte. Rund 90% der Uhren sind elektronische, 10% sind mechanische Uhren. Mit diesen zehn Prozent wird jedoch die Hälfte des Exportgewinns erwirtschaftet.