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Schweizerische Bundesbahnen SBB

Lokomotive der SBB (in neuem Fenster)

Lokomotive der SBB© SBB

1898 wurde in einer Volksabstimmung (die Kampagne lief unter dem Motto: "Die Schweizer Bahn dem Schweizer Volk") die Übernahme der Eisenbahnen durch den Bund gutgeheissen. Ein neue Ära begann am 1. Januar 1902, als der erste Zug der Schweizerischen Bundesbahnen SBB feierlich mit Girlanden und einer Schweizer Fahne dekoriert in Bern eintraf. Seither hat sich sehr viele verändert. Während die SBB in ihren Anfängen noch Menschen, die technischen Errungenschaften skeptisch begegneten, vom Nutzen der Bahn überzeugen mussten geht es heute darum, die Herausforderungen, welche durch die Öffnung der Märkte steigen, zu meistern.

Seit dem 1. Januar 1999 sind die SBB eine spezialrechtliche Aktiengesellschaft, die sich zu 100% im Besitz des Bundes befindet. Das Unternehmen ist in die drei Bereiche Personenverkehr, Cargo und Infrastruktur aufgeteilt. Die Umstrukturierung hat bereits zu ersten Erfolgen geführt: In den ersten drei Jahren konnte die Produktivität um 20% gesteigert werden. Trotzdem befinden sich die SBB wegen der angespannten wirtschaftlichen Lage in einer eher schwierigen finanziellen Situation.

Personenverkehr

Die SBB befördern in der Schweiz 87% der Bahnreisenden, für die restlichen 13% sind die Privatbahnen zuständig. Pro Jahr befördern die SBB auf ihrem Schienennetz von 3'000 km Länge mehr als 300 Millionen Passagiere. Neben dem Transport im Inland expandieren die SBB auch immer mehr ins Ausland.

Grenzüberschreitender Bahnverkehr

Damit lange Distanzen schnell zurückgelegt werden können, bauen die SBB u.a. die NEAT und die Bahn 2000, die mit dem internationalen Bahnnetz verknüpft werden. Damit sich die Westschweiz durch das Alpenprojekt nicht an den Rand gedrängt fühlt, arbeiten die SBB mit den französischen Staatsbahnen SNCF zusammen an einem Projekt, das eine direkte Verbindung zwischen Paris und Mailand über Genf ermöglicht. Die Schweiz bezahlt die Hälfte der Ausbaukosten für die Realisierung dieser Linie, obwohl die meisten Bauarbeiten auf französischem Territorium ausgeführt werden müssen.

Die Schweiz beteiligt sich ausserdem mit 66 Millionen Euro am Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Mulhouse und Dijon. Damit kann die Reisezeit auf der Strecke Zürich-Basel-Paris um zwei Stunden verkürzt werden und wird nur noch drei Stunden betragen.

Von der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Eisenbahnen können auch die Grenzgängerinnen und Grenzgänger profitieren. Sowohl in den Grenzregionen um Genf und Basel als auch in der Bodenseeregion arbeiten die SBB mit Partnern (aus allen Nachbarländern) zusammen.