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Von der Strasse auf die Schiene

Lastwagentransport per Zug durch die Schweiz (in neuem Fenster)

Diese Art des Transports wird auch ''rollende Landstrasse'' oder ''Huckepack-Verkehr'' genannt.© hupac.ch

Einer der bilateralen Verträge, die zwischen der Schweiz und der Europäischen Union ausgehandelt wurden, enthielt auch einen Kompromiss für den grenzüberschreitenden Güterverkehr. Einerseits erhöhte die Schweiz die Gewichtslimite von 28 Tonnen für Lastwagen schrittweise auf 40 Tonnen, andererseits führte sie die so genannte leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe ein: je schwerer die Fracht, die ein Lastwagen durch die Schweiz transportiert, desto teurer die Durchfahrt. Auf diese Weise soll die Bahn gegenüber der Strasse für den Gütertransport wieder konkurrenzfähiger werden.

Diese Umlagerungspolitik, welche die Schweiz seit Jahren verfolgt, trägt erste Früchte. 2004 wurden 65% der alpenquerenden Güter (in Tonnen gerechnet) per Bahn befördert. In anderen Alpenländern wie Österreich oder Frankreich wurde dagegen der grösste Teil der Güter auf der Strasse transportiert.

Insgesamt nimmt der alpenquerende Güterverkehr ständig zu. Am stärksten wächst der kombinierte Gütertransport, bei dem die Fracht mit verschiedenen Transportmitteln befördert werden kann (z.B. Umladen von Containern oder Lastwagen von der Strasse auf die Schiene).

Dank der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) ging die Zahl alpenquerender Lastwagen seit dem Jahr 2000 um 10 Prozent zurück. Vor Einführung der LSVA hatte die Anzahl Lastwagen ständig zugenommen. Im Jahr 2000 waren dies 1.4 Millionen Lastwagen, d.h. jeden Werktag durchquerten durchschnittlich 5'319 Lastwagen die Alpen. 2004 waren es noch 1'255'000, wobei zu erwähnen ist, dass die Tonnage wegen der Aufhebung der 28-Tonnen-Limite um fünf Prozent zunahm.

Für Güter die Bahn

Längerfristig soll der Gütertransport auf der Schiene durch den Bau der "Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen" (NEAT), welche das Durchqueren der Schweiz in viel kürzerer Zeit erlaubt, noch attraktiver werden.

Zu diesem Zweck werden verschiedene lange Tunnel gebaut (der Gotthard-Basistunnel wird 57 km, der Lötschberg-Tunnel 34,6 km lang). Es ist geplant, dass die Route durch den Lötschberg 2007 in Betrieb genommen werden kann.