Entwicklungen und Veränderungen
Im 19. Jahrhundert wurden in der Schokoladeherstellung grosse Fortschritte erzielt. Schokolade wurde nicht mehr nur als Getränk hergestellt, sondern auch in fester Form. Ausserdem wurde die Schokolade dank der automatisierten Herstellung billiger, was dazu führte, dass immer mehr Menschen Schokolade konsumierten. In den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts erlebte die Schweizer Schokoladeindustrie einen Aufschwung: zwischen 1888 und 1910 verzehnfachte sich die Zahl der Arbeiter, die in der Schokoladeindustrie beschäftigt waren.
In der Schweiz gab es viele kleinere Schokoladeproduzenten, die im Laufe der Zeit fusionierten, aufgeben mussten oder von grossen Konzernen übernommen wurden.
Heute gehören die meisten der produzierten Schokoladeprodukte riesigen Konzernen wie Nestlé oder Philipp Morris. Die Marke Cailler z.B. wurde bereits 1929 von Nestlé übernommen, Suchard und Tobler fusionierten erst 1970 und sind heute - nach einigen weiteren Fusionen - Teil der Kraft Lebensmittel, die wiederum dem Philipp Morris-Konzern gehört.
Noch immer ein Familienunternehmen ist Lindt-Sprüngli, wobei auch dieser Betrieb eine Übernahme hinter sich hat: vor über 100 Jahren kaufte nämlich das Zürcher Unterehmen Chocolat Sprüngli den Schokoladebetrieb des Berners Rodolphe Lindt.


