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Die Entdeckung der Schokolade

Geöffnete Kakaobohne (in neuem Fenster)

Geöffnete Kakaobohne© Chocosuisse

Die Schokolade in ihrer amerikanischen Heimat
In Zentralamerika dienten die Kakaobohnen als Währung. Bereits Christoph Kolumbus stellte fest, wie wertvoll diese Bohnen waren, als er im heutigen Honduras ein mit Kakaobohnen gefülltes Kanu von den Mayas ergatterte. Den Mayas dienten die Bohnen nicht nur als Währung, sie verarbeiteten sie auch zu einem Getränk, das sie Xotolatl nannten und das Männern aus den höheren Schichten vorbehalten war.Den tatsächlichen Wert der Kakaobohnen erkannte jedoch erst Hernando Cortes, der Eroberer des Aztekischen Reiches. Ursprünglich war er vom Gedanken fasziniert, Geld anpflanzen zu können. Aus diesem Grund legte er Plantagen an, um den Ertrag aus den Kakaobohnen als Währung einzusetzen. Er war es denn auch, der 1528 die ersten Bohnen nach Europa brachte. Mit den Bohnen importierte er auch eine Ausrüstung, welche die Verarbeitung der Bohnen zu einem Kakaogetränk ermöglichte. Für Cortes hatte das Getränk zu dieser Zeit einzig die Funktion eines Aufputschmittels für müde Soldaten.

Die Schokolade in Europa

Ein italienischer Kaufmann beschrieb die Schokolade als "Schweinegetränk" - der im Lateinischen verwendete Name "theobroma cacao" hingegen bedeutet "Götternahrung".

Als die Spanier zum ersten Mal ein Kakaogetränk kosteten, waren sie nicht gerade begeistert: das Getränk war ihrer Ansicht nach zu bitter und würzig. Also begannen sie, ihre eigenen Zutaten beizumischen. Dazu gehörte unter anderem schwarzer Pfeffer. Ab 1585 importierten die Spanier regelmässig Kakaobohnen, und das Kakaogetränk wurde immer bekannter. Mit der Zeit wurde auch mit immer mehr Zutaten - z.B. Milch, Wein oder Bier - experimentiert, bis ins 19. Jahrhundert kannte man verarbeitete Kakaobohnen jedoch nur als Getränk.In ihren Anfängen wurde die Schokolade vorwiegend als Medizin eingesetzt - zur Fiebersenkung und zur Linderung verschiedenster Beschwerden. Beliebt war auch ihre Eigenschaft, den Atem zu versüssen.Nach Frankreich gelangte die Schokolade 1615 mit der spanischen Prinzessin Anna von Österreich, die den französischen König Ludwig den XIII heiratete. Die Schokolade war damals sehr teuer, weshalb sich nur die Reichsten dieses Getränk leisten konnten. So wurde die Schokolade zu einem Statussymbol. Von Frankreich aus eroberte die Schokolade schliesslich als Modegetränk für Wohlhabende ganz Europa.