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Spezialbrote

Sammlung verschiedener Backwaren, aus Zopfteig gebackene Figure (in neuem Fenster)

Für den St. Nikolaus-Tag am 6. Dezember wird in der Schweiz spezielles Brot gebacken. Bei den Kindern besonders beliebt sind die ''Grittibänze'', aus Zopfteig geformte Figuren.© julia slater / swissworld.org

Es gibt natürlich auch innerhalb der Kantone eine grosse Vielfalt an Broten. Dazu gehören auch richtige Kunstwerke, die zu speziellen Anlässen gebacken werden. In den Kantonen Appenzell, Wallis und Bern gibt es beispielsweise so genannte "Gebildbrote". Mit Hilfe kunstvoll geflochtener Zöpfe werden verschiedene Symbole dargestellt. Auf dem Appenzeller "Filebrot" sind Schnecken zu sehen, die im Frühling zum Vorschein kommen. Im Kanton Wallis gibt es die "Mitscha", ein Taufbrot, auf dem ein Kreuz und das christliche Monogramm IHS dargestellt sind, und im Kanton Bern gibt es das "Chindbettibrot", das zur Geburt eines Kindes gebacken wird und das Lebensrad symbolisiert.

Zum St. Nikolaus-Tag werden so genannte "Grittibänze", "Hanselmanne" oder "Bonhommes" gebacken. Experten vermuten, dass dies ein Überbleibsel aus vorchristlicher Zeit ist, als die Kelten Götterfiguren aus Teig zum rituellen Verzehr herstellten, um etwas von der göttlichen Macht und Stärke in sich aufzunehmen.

In einigen Regionen lebt noch der Brauch, Brot zu segnen und zu verteilen. Dies geschieht zur Erinnerung an vergangene Hungersnöte, die es früher auch in der Schweiz gab. So verteilt in Schwyz zur Fasnachtszeit der Clown "Blätz" auf einen Stab aufgesteckte Brotringe und in Wil (St. Gallen) erhält jedes Kind, das für den Neujahrsumzug eine Laterne gebastelt hat eine Brotfigur, den so genannten "Altjahrsmann".