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Tektonikarena Sardona

Schweizer Tektonikarena Sardona (in neuem Fenster)

Schweizer Tektonikarena Sardona © swissworld.org

Hinter dem klingenden Namen "Tektonikarena Sardona" verbirgt sich eine 30 000 ha grosse, faszinierende Gebirgslandschaft. Die magische horizontale Linie an den Bergketten sowie das Martinsloch gaben den Alpenforschern und den Astronomen Rätsel auf und inspirierten viele Reiseberichte. Heute ist die Tektonikarena ein riesiger Lehrpfad und Forschungsplatz zur Gebirgsbildung.

Zahlen und Fakten

  • Objekt: Glarner Hauptüberschiebung, Gebirgsformation mit sieben Gipfeln über 3000 Meter, tektonisches Phänomen – UNESCO-Naturerbe
  • Ort: Kantone Glarus, St. Gallen und Graubünden, Schweiz
  • UNESCO-Ernennung: 2008
  • Grund: Aussergewöhnliches Beispiel der Hauptstufen der Erdgeschichte und von geologischen und geomorphologischen Prozessen (Kriterium 8 der UNESCO-Richtlinien).
Das Martinsloch im Tschingelhorn (in neuem Fenster)

Das Martinsloch, ein annähernd rundes Loch von ca. 15 m Durchmesser im Tschingelhorn, ist so ausgerichtet, dass im Frühjahr und Herbst die Sonne morgens durch das Loch in den Ort Elm hinunter scheint.© IG Tektonikarena Sardona

Das Besondere?

Nirgendwo sonst auf der Welt lassen sich die Prozesse und Mechanismen der Gebirgsbildung so gut erkennen und erforschen wie in der Tektonikarena Sardona. Hier sieht man anschaulich, wie sich durch das Aufeinandertreffen der afrikanischen mit der europäischen Kontinentalplatte riesige alte Gesteinsschichten kilometerlang über eine viel jüngere Gesteinsformation geschoben haben. Die Plattentektonik ist heute wissenschaftlich etabliert, aber lange Jahre gab die Glarner Hauptüberschiebung den Geologen Rätsel auf. Seit dem 18. Jahrhundert ereiferten sich daran die Geister. Die Glarner Hauptüberschiebung ist unter Geologen so bekannt, dass ein Teil davon als Kopie im Naturhistorischen Museum von New York zu besichtigen ist.

Das Welterbe und seine Swissness

Die Erforschung der Glarner Hauptüberschiebung brachte den Ansatz der Plattentektonik hervor und erklärt damit dasjenige Merkmal, das die Schweiz prägt: die Alpen. Die Berge machen nicht nur rund einen Drittel der Schweizer Fläche aus, sondern besitzen auch aus historischer und geopolitischer Hinsicht eine grosse Wichtigkeit. Wirtschaftlich gesehen sind die Berge nicht wegzudenken, da sich der grösste Teil des Schweizer Tourismus in den alpinen Regionen abspielt. Die Schweiz ist zu recht stolz auf ihre Berge. Nirgends in Europa ist die Dichte der über 4000er grösser als in der Schweiz: 48 Gipfel übersteigen die 4000 m ü. M.! Lesen Sie mehr über die unterschiedlichsten Aspekte der Schweizer Alpen in unserem Dossier.

Das Welterbe, als ob Sie da wären

Ein Beitrag vom Schweizer Fernsehen SF

Nix wie hin

Standort der Stätte auf der Karte von Google

Die Geo-Koordinaten:
46.924259,9.251332

Die Anreise mit dem ÖV: Durch die Tektonikarena führt der Sardona-Welterbeweg (ehemals Geopark Höhenweg). Dieser ist ab verschiedenen Startorten erreichbar: Filzbach, Elm, Flims. Die Startorte können alle mit dem Zug erreicht werden. Mehr Infos:: Geopark Höhenweg

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