Bahn 2000
Die Bahn 2000 verfolgt das Ziel, dank schnellerer und häufigerer Verbindungen dem wachsenden Bedürfnis nach Mobilität gerecht zu werden.
Im Jahre 1987 erhielt das Projekt Bahn 2000 von einer Mehrheit der Stimmberechtigten grünes Licht. Ursprünglich war geplant gewesen, das Projekt im Jahr 2000 in Betrieb zu nehmen. Da jedoch verschiedene lokale Interessen und Umweltschutzauflagen berücksichtigt werden mussten, kam es zu einer Verzögerung von vier Jahren.
Damit die Bahn ein attraktives Verkehrsmittel bleibt, müssen ständig neue Anstrengungen unternommen werden. Mit Hilfe verschiedener Massnahmen versucht die Bahn 2000, aktuelle und künftige Anforderungen zu erfüllen:
Neue Strecken
Um die Reisezeit zu verkürzen, wurden ausserdem verschiedene bauliche Massnahmen getroffen. So wurde z.B. zwischen Mattstetten und Rothrist eine neue Linie gebaut, womit die Fahrzeit zwischen Zürich und Bern von 69 auf 58 Minuten verkürzt werden konnte.
Neues Rollmaterial
Noch wichtiger als die neuen Strecken waren die technischen Neuerungen: Modernes Rollmaterial erlaubt, mehr Passagiere bei höheren Geschwindigkeiten zu befördern. Das neue Signalsystem funktioniert bei Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h.
Mit Doppeldeckerwaggons reagierten die SBB auf die gestiegene Fahrgastzahl. Längst haben sich die neuen Wagen auf den Hauptlinien der SBB durchgesetzt. Die SBB haben vor einigen Jahren Neigezüge in Betrieb genommen, die höhere Geschwindigkeiten als die normalen Züge auch in Kurven zulassen. Sie werden hauptsächlich auf der Linie zwischen Basel und Genf entlang des Jurafusses eingesetzt.
Neue Technologien
Für Züge, die schneller als 160km/h unterwegs sind, ist die aktuelle Signalisierung nicht mehr ausreichend. Deshalb wird das System der Aussensignale, also der Signale, die entlang der Strecke angebracht sind, durch eine Führerstandsignalisierung ersetzt. Die Lokomotivführer erhalten die alle nötigen Informationen von einem Linienkontrollzentrum (Rail Control Center) direkt auf ein Display in den Führerstand geliefert. Das neue System erlaubt eine Verkleinerung der Transportintervalle zwischen den Hochgeschwindigkeitszügen und somit auch eine Erhöhung der Anzahl Züge auf den Strecken.
Diese Führerstandsignalisierung gehört zum Europäischen Zugkontrollsystem (European Train Control System - ETCS). Die Schweiz ist das erste Land, die dieses System einsetzte und auch die Nachbarländer zogen bald nach. Die Vorteile sind offensichtlich: Für Lokomotiven mit einem standardisierten Signalisierungssystem stellen die Landesgrenzen keine Barrieren mehr dar.
Der Lötschberg-Basistunnel, der im Dezember 2007 eingeweiht wurde, wurde ebenfalls mit dem ETCS ausgerüstet. Bis 2015 soll das ganze nationale Streckennetz mit dem ETCS ausgerüstet sein. Die neue Führerstandsignalisierung erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h (mit der alten Signalisierung 160 km/h) und eine Zugfolge alle zwei Minuten.
Externe Links
- SBB - Bahn 2000
- ETCS-System Ein Zugsicherungssystem für ganz Europa.


