Kunstvolle Schokolade
Ostern und Weihnachten gehören zweifelsohne der Schokolade: Schokoosterhasen und Weihnachstmänner zieren die Schaufenster und machen Lust auf die süsse Verführung!
Nicht jede Schokolade stammt aus Fabriken. So ist die Kunst der Zuckerbäcker in der Schweiz weit verbreitet und die Confiseure hüten ihre hauseigenen Rezepte wie ihren Augapfel.
Schokoladenkreationen werden eigens für bestimmte Ereignisse erfunden und gefertigt. So nutzen die Confiseure Grossereignissen, wie beispielsweise die EURO 2008, die in der Schweiz und in Österreich stattfand, um ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen: Fussballstadien, Fussballspieler im Spiel, jubelnde Fans und das runde Leder – alles aus Schokolade!
Aber auch historische Festlichkeiten werden mit Schokolade dekoriert. In Genf beispielsweise kann man alljährlich Anfang Dezember die berühmten Kochtöpfe kaufen: Hergestellt aus Schokolade fassen sie Gemüse aus Marzipan und erinnern an die "Escalade" von 1602. Des Nachts griffen die Truppen des Grafen von Savoyen die Stadt an. Den Genfern gelang es die Soldaten in die Flucht zu schlagen. Eines der stärksten Symbole des Festes "Escalade" ist die Mutter Royaume, die der Legende nach, einen heissen Topf Suppe während der nächtlichen Attacke über die Savoyer goss. Der Kochtopf aus Schokolade erinnert an diese Heldentat!
Ebenfalls in der Calvinstadt füllen alljährlich unzählige Schokoladenautos während des berühmten Autosalons die Schaufenster, während in Zürich zum Frühlingsanfang der "Böögg" in zahlreichen Variationen im Schokoladengewand aus den Geschäften blickt. Die Tradition des Verbrennens des "Bööggs" läutet den Winter aus.

