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Solar Impulse, Revolution am Himmel

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Im April hob der Prototyp HB-SIA zum erfolgreichen Jungfernflug ab. © Solar Impulse

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Das Flugzeug ist mit seinen Fotovoltaik-Zellen für Tag- und Nachtflüge konzipiert und kommt damit dem Traum vom Perpetuum Mobile nahe.© Solar Impulse

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Solar Impulse hat eine mit einem Airbus A-340 vergleichbare Flügelspannweite. Die 12‘000 Solarzellen, mit denen Solar Impulse bestückt ist, nehmen tatsächlich eine stattlich grosse Fläche in Anspruch.© Solar Impulse

Mit dem Solarflugzeug Solar Impulse ist der Traum des freien Fluges ohne einen Tropfen fossile Energien auch über lange Distanzen Realität geworden.

Ein neues Mobilitätskonzept

Als neustes Aushängeschild schweizerischer Technologie ist dieses Solarflugzeug so konzipiert, dass es Tag und Nacht ohne Treibstoff und ohne Schadstoffausstoss in der Luft bleiben kann. Für den gesamten Bereich der nachhaltigen Mobilität bedeutet dies eine regelrechte Revolution. Flugzeuge sind schon lange im Visier von Ökologen, da der Schadstoffausstoss eines einzigen Flugzeugs dem Ausstoss von 500 Autos mit Katalysator entspricht. Ein Team von Technikern und Wissenschaftlern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) unter der Leitung des Luftfahrtingenieurs André Borschberg und des Waadtländer Psychiaters Bertrand Piccard machten sich an diese Pionieraufgabe.

Bertrand Piccard stammte aus einer Forscherfamilie. Sein Vater Jacques Piccard erreichte als erster in der Geschichte des Tiefseetauchens den in 10‘916 Metern Tiefe gelegenen Marianengraben. Sein Grossvater Auguste Piccard stieg mit einem Ballon in die Stratosphäre auf und sah als erster Mensch mit seinen eigenen Augen die Erdkrümmung. Und Bertrand Piccard, ganz im Zeichen seiner Vorfahren, umkreiste als erster Mensch auf der Welt den Globus ohne Zwischenlandung in einem Luftballon. Mit Solar Impulse will er dieses Abenteuer nun an Bord eines Solarflugzeuges wiederholen.

Riese mit Leichtgewicht

Nach sieben Jahren Studien, Entwicklungs- und Projektierungsarbeiten und Tests absolvierte der erste Prototyp HB-SIA des Einplätzers Solar Impulse im April 2010 seinen erfolgreichen fast zweistündigen Jungfernflug vom Flughafen Payerne im Kanton Waadt aus. Das Cockpit verfügt über keinen Druckausgleich. Das Gewicht dieses wahrlich federleichten, höchst eleganten “Vogels” entspricht ungefähr dem Gewicht eins mittelgrossen Fahrzeugs (ca. 1600 kg) und seine Flügelspannweite kommt in etwa derjenigen eines Airbus A-340 gleich (63,4 m). Seine vier Elektromotoren mit je 10 PS werden am Tag von 12‘000 Fotovoltaik-Zellen und nachts mit 400 kg schweren Lithium-Polymer-Akkus gespeist. Damit erreicht er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 70 km/h.

Weltumrundung

Das Jahr 2013 ist der Mission Across America gewidmet. In mehreren Etappen fliegt Solar Impulse von San Francisco an der Westküste bis nach New York an der Ostküste. Dabei werden viele wichtige Daten für die zweite Flugzeuggeneration gesammelt. Die Erfahrungen mit der HB-SIA fliessen nun in den Bau eines zweiten Prototyps ein, der HB-SIB, mit Druckkabine und hoch entwickelter Flugelektronik. Dieses Modell soll Transkontinental- und Transozean-Flüge ermöglichen. Damit will die Firma Solar Impulse die Weltumrundung in fünf Etappen schaffen. Die Flugroute wird in etwa dem Äquator folgen, im Wesentlichen in der nördlichen Hemisphäre. Bei seiner für 2015 geplanten Weltumrundung wird das Solarflugzeug in allen fünf Kontinenten Station machen. Da das Cockpit nur für einen Piloten konzipiert ist, dienen die Zwischenlandungen einerseits zur Übergabe des Steuers, aber auch zur Präsentation des Vorhabens gegenüber der Öffentlichkeit, politischen und wissenschaftlichen Institutionen.

«Solar Impulse» nach 26 Stunden Flugzeit gelandet

Schweizer Fernsehen SF (08.07.2010)

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