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Kantonale Brotsorten

Brot aus Zürich

Brot aus Zürich

Brot ist in der Schweiz traditionellerweise eine sehr lokale Angelegenheit. Form und Geschmack der Brote sind bedingt durch regionale Vorlieben und Traditionen sowie durch topografische und klimatische Bedingungen, die den Anbau des Getreides diktieren. In der deutschsprachigen Schweiz isst man allgemein lieber dunkleres Brot als in den französisch- oder italienischsprachigen Landesteilen. Viele Brote haben jedoch die Kantonsgrenzen überwunden und sind im ganzen Land erhältlich.

Als in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Schweiz zu einem Nationalstaat wurde, assoziierte man die einzelnen Kantone mit ihren kantonsspezifischen Broten. Mit seiner einfachen ovalen Form, den schrägen Einschnitten und der goldbraunen Kruste ist das Zürcherbrot am verbreitetsten und gilt als Standardbrot. Kauft man z.B. ein "gewöhnliches" Weiss- oder Ruchbrot (ohne weitere Bezeichnung), so hat dieses meistens die Zürcher-Form.

So verschieden die Kantone sind, so abwechslungsreich sind auch ihre Brote. Hier einige Beispiele:

Graubünden

Graubünden

Graubünden

Brascidela oder Bracciadella heisst ein typisches Brot aus dem Kanton Graubünden. Es wird aus Roggen- und Weizenmehl hergestellt und hat eine Ringform. Diese Form diente früher dazu, das Brot zum Trocknen aufzuhängen, damit es möglichst lange halt- und essbar blieb.

Jura

Jura

Jura

Wie auch in anderen französischsprachigen Kantonen ist im Kanton Jura das Brot rund. Speziell ist jedoch die Dekoration des Jura-Brotes, die das Wappen (ein Bischofsstab und Streifen) des jüngsten Schweizer Kantons darstellt.

Tessiner Brot

Tessiner Brot

Tessin

Das Tessiner Brot, das aus Weissmehl und Pflanzenfett hergestellt wird, besteht aus mehreren kleinen Teigstücken, die zu einem ganzen Brot zusammengesetzt werden. Die Stücke können so einfach abgebrochen werden. Es galt nämlich als Beleidigung für Brot und Bäcker, wenn zum Brotteilen ein Messer benötigt wurde.

Wallisser Roggenbrot

Wallisser Roggenbrot

Wallis

Das Walliser Brot ist rund und ziemlich flach und besteht vorwiegend aus Roggen, dem einzigen Getreide, das im kargen, trockenen und gebirgigen Teil des Wallis gedeihen kann.

Brot aus dem Kanton Waadt

Waadt

Waadt

Das Waadtländer Brot ist rund und kreuzförmig eingeschnitten. Die Laibe konnten so einfach in vier Teile geteilt und an die Armen verteilt werden.

Zuger Brot

Zuger Brot

Zug

Das Zuger Brot ist länglich und an einem Ende nach oben zu einem so genannten "Kopf" gebogen. In den Ostschweizer Kantonen St. Gallen, Appenzell und Thurgau spricht man von einer "Nase", deren Herstellung offenbar sehr viel Geschick erfordert.