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Aufgaben der Kantone

Jeder Kanton hat seine eigene Verfassung, seine Regierung, sein Parlament, seine Gerichte und seine Gesetze, die natürlich mit denen des Bundes kompatibel sein müssen. Die Verwaltungsautonomie und die Entscheidungsfreiheit sind dabei aber sehr gross. Jeder Kanton hat beispielsweise seine eigene Polizei, regelt das Bildungssystem selbst und bestimmt die Höhe der Steuern.

In den zwei kleinen Kantonen Appenzell-Innerrhoden und Glarus versammeln sich die Stimmberechtigten jährlich in der Landsgemeinde, um über die politischen Geschäfte abzustimmen.

In anderen Kantonen entscheiden die Kantonsabgeordneten über viele politische Belange.

In den wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der letzten Jahren wurde diese Autonomie der Kantone manchmal auch als Hindernis empfunden. Arbeitnehmende sind mobiler und Unternehmen tätigen ihre Geschäfte über die (Kantons-)Grenzen hinaus. Aufgrund dessen und um im Einklang mit der Regionalisierungspolitik der EU zu stehen - obwohl die Schweiz kein EU-Mitgliedstaat ist - hat der Bund 1999 die Kantone in sieben Makroregionen geteilt. Jede Region hat dabei ein spezielles urbanes Zentrum. 

In regionalen Regierungskonferenzen werden in erster Linie Gegenstände von besonders regionaler Bedeutung behandelt.

Die Direktoren einzelner Departemente auf Kantonsebene - z.B. die Bildungsdirektoren - treffen sich in so genannten Direktorenkonferenzen. Sie sind das zentrale Gefässe zur Aussprache zwischen Bund und Kantonen. 

Zusätzlich werden mehr und mehr Verantwortlichkeiten an den Bund zurückgegeben. Die Probleme gehören zur Entwicklung einer modernen Gesellschaft (z.B. Umweltschutz, Verkehr, soziale Sicherheit) und können nicht länger in Einzelregie gelöst werden.

Die Regierungen aller Kantone sind seit 1993 in der Konferenz der Kantone zusammengeschlossen. Zweck der Konferenz ist, die Zusammenarbeit unter den Kantonen zu fördern und in kantonsrelevanten Angelegenheiten zwischen Bund und Kantonen zu vermitteln. 

Ein Deutscher, ein Franzose und ein Schweizer diskutieren darüber, wo die kleinen Kinder herkommen.

"Bei uns bringt der Storch die Kinder", erklärt der Deutsche.

"Und bei uns findet man die kleinen Kinder unter einem Busch," sagt der Franzose.

Der Schweizer überlegt eine Weile und sagt schliesslich: "Also bei uns ist das von Kanton zu Kanton verschieden."

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