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Mitbestimmen

Die Schweizer Bevölkerung stimmt im Jahr etwa viermal über insgesamt rund 20 nationale und viele kantonale sowie kommunale Sachgeschäfte ab. Die Kantons- und Gemeindebehörden bemühen sich, ihre Abstimmungen und Wahlen mit den nationalen zu koordinieren, damit die Stimmberechtigten nicht mit Abstimmungsterminen überhäuft werden.

Auf kantonaler oder kommunaler Ebene kann über alles Mögliche abgestimmt werden. Im Kanton Basel-Stadt konnten die Stimmberechtigten beispielsweise über den Ankauf von zwei Picasso-Bildern für das städtische Museum mitentscheiden.

Im Zweifelsfall ein "Nein"

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, fast alle Initiativen und Referenden würden gutgeheissen, werden effektiv nur etwa jede Zehnte Initiative und die Hälfte aller Referundumsvorlagen angenommen.

Die durchschnittliche Wahlbeteiligung liegt bei 40 Prozent und bleibt trotz der beliebten Möglichkeit, per Post abzustimmen und zu wählen, konstant. In einigen Gemeinden und Kantonen kann per E-Voting abgestimmt und gewählt werden. Das System ist aber längst noch nicht schweizweit eingeführt. Die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer der Kantone Basel-Stadt, St. Gallen, Graubünden und Genf konnten bei den eidgenössischen Wahlen im Oktober 2011 zum ersten Mal per Internet ihre Stimme abgeben. 

Das Ausländerstimm- und Wahlrecht ist in der Schweiz noch nicht weit verbreitet und beschränkt sich auf einzelne Gemeinden und Kantone, vor allem in der Westschweiz.

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