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Politik

Die Schweiz und die internationalen Organisationen

Sondermarke der Schweizer Post zum UNO-Beitritt der Schweiz (2002)

Sondermarke der Schweizer Post zum UNO-Beitritt der Schweiz (2002)© Swiss Post

Die Schweiz und die UNO

Einem Beitritt zur UNO stimmten die Schweizerinnen und Schweizer erst im März 2002 zu, obwohl sich der europäische Hauptsitz der UNO in Genf befindet, die Schweiz schon längere Zeit Mitglied der meisten UNO-Agenturen ist und sich ausserdem seit langem an friedenserhaltenden Massnahmen der Weltorganisation personell, logistisch und finanziell beteiligt hatte.

Am 10. September 2002 wurde die Schweiz als 190-stes Mitglied in die UNO aufgenommen.

Die Schweiz und die EU

Gegenüber der Europäischen Union ist die Skepsis noch ausgeprägter. 2001 wurde eine Intitiative, welche die sofortige Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU verlangte, von einer grossen Mehrheit der Stimmberechtigten abgelehnt. Die Schweizer Regierung ist zwar grundsätzlich für eine weitere Annäherung an die EU, will jedoch nichts überstürzen.

Der Dialog zwischen der Schweiz und der EU ist intensiv und im Mai 2000 stimmte die Schweizer Stimmbevölkerung einem Paket von bilateralen Verträgen zu, welche die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der EU in verschiedenen Bereichen regelt. Eine zweite bilaterale Verhandlungsrunde mit der Europäischen Union wurde im Mai 2004 abgeschlossen.

Weitere Organisationen

Obwohl die Schweiz lange zögerte, bis sie der UNO beigetreten ist und sich ausserdem nicht so recht für einen EU-Beitritt begeistern kann, pflegt sie doch intensive Beziehungen zu verschiedenen internationalen Organisationen.

1960 war die Schweiz an der Gründung der Europäischen Freihandels-Assoziation EFTA beteiligt, 1963 trat sie dem Europarat und 1975 der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE bei. Ausserdem ist sie Mitglied der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD.

Seit 1992 ist die Schweiz Mitglied der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds. Ziel dieser Institutionen ist es, arme Länder im Kampf gegen die Armut zu unterstützen und damit einen Beitrag zur Förderung der wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität zu leisten.

Die klassische Neutralität ist ein Teil unseres Selbstverständnisses geworden. Davon trennt man sich schwer. Entscheidend ist jedoch, dass (...) eine Mehrheit Ja gesagt hat zu der neuen Realität einer globalisierten Welt. Damit ist der Neutralitätsmythos gebrochen. Der Kalte Krieg ist auch in der Schweiz zu Ende.

"Tages-Anzeiger": Reaktion auf das Ja der Schweizer Stimmenden zum UNO-Beitritt

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