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"Heidi" ist weltweit die wohl bekannteste Figur aus der Schweizer Literatur – und bestimmt ist Heidi bekannter als seine Schöpferin Johanna Spyri. Wenn man im Ausland Menschen befragt, wer oder was für sie typisch schweizerisch sei, wird neben Schokolade, Käse, Banken und Uhren oft auch das Mädchen aus den Bündner Bergen erwähnt.

Selbstverständlich gab und gibt es neben Johanna Spyri noch eine Menge anderer bedeutender Schweizer Schriftsteller und Schriftstellerinnen.

Die bekanntesten Vertreter der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts sind Max Frisch (1911-1991), mit Werken wie "Homo Faber", "Biedermann und die Brandstifter" und "Stiller", sowie Friedrich Dürrenmatt (1921-1990), der mit den "Physikern" und dem "Versprechen" (unter dem Titel "The Pledge" im Jahr 2000 mit Jack Nicholson in der Hauptrolle gar in Hollywood verfilmt) weltweiten Ruhm erntete.

Wichtige Zeitzeugen des 19. Jahrhunderts waren Jeremias Gotthelf (1797-1854) und Gottfried Keller (1819-1890). Während Gotthelfs Werke im bäuerlichen Umfeld des Emmentals spielen (international wohl am berühmtesten ist die "Schwarze Spinne"), porträtierte Keller das Leben der Mittelklasse. Keller war gegen die Schaffung einer nationalen Literatur und vertrat die Ansicht, dass Literatur in erster Linie der Sprache angehöre, in der sie verfasst werde. Entsprechend dieser Ansicht sah sich Keller als deutscher Schriftsteller.

Im frühen 20. Jahrhundert modernisierte Robert Walser (1878 -1956) die Literatursprache. Sein Name wurde im Zusammenhang mit der Sprache denn auch in Werken seiner Zeitgenossen Franz Kafka, Robert Musil und Hermann Hesse erwähnt. Letzterer erhielt 1923 das Schweizer Bürgerrecht.

Auch einen Literatur-Nobelpreisträger hat die Schweiz: 1919 wurde Carl Spitteler für sein episches Werk "Olympischer Frühling" mit dem begehrten Preis ausgezeichnet.