Film
In der Schweiz gibt es keine Filmindustrie im Hollywood-Stil. Die Filmschaffenden sind deshalb auf staatliche Unterstützung angewiesen.
Es gibt nicht sehr viele Schweizer Filme, die über die Schweiz hinaus bekannt geworden sind. Hier stellt sich natürlich die Frage, was einen Schweizer Film genau ausmacht. Ist ein Film, der von einem Schweizer in Hollywood über ein nicht unbedingt schweizerisches Thema gedreht wird, ein Schweizer Film?
In den 1970-er Jahren verhalfen vor allem die Regisseure Alain Tanner und Jean-Luc Godard (beide aus der französischsprachigen Schweiz) dem Schweizer Film zu Bekanntheit. Godard wurde in Paris geboren, lebte dann während seiner Kindheit und Jugend in der Schweiz und kehrt später wieder nach Paris zurück, wo er vom französischen Filmschaffen beeinflusst wurde.
Dies unterscheidet ihn von Regisseuren wie Daniel Schmid, Fredy Murer, Rolf Lyssy und Yves Yersin, denen das Leben in der Schweiz als Basis für ihre Filme diente. Der bekannteste Film von Rolf Lyssy heisst "Die Schweizermacher" und erzählt auf humorvolle Art und Weise, was nötig sei, um das Schweizer Bürgerrecht zu erlangen.
Gar einen Oskar gewann 1991 die "Reise der Hoffnung" von Xavier Koller. Dieser Film handelt von einer kurdischen Familie, die auf der Suche nach einem besseren Leben in die Schweiz flieht.
Weitere Erfolge konnten auch verschiedene Filme mit Schweizer Beteiligung verzeichnen. So erhielt Halle Berry, Hauptdarstellerin des Films "Monster's Ball" des Schweizer Regisseurs Marc Forster, für ihre Rolle einen Oskar.
Der erfolgreichste Schweizer im internationalen Filmgeschäft ist zweifellos der Produzent Arthur Cohn, der bereits sechs Oskars gewonnen hat.
In Locarno (italienischsprachige Schweiz) findet ausserdem jedes Jahr eines der bedeutendsten internationalen Filmfestivals statt.
