Sonderbundskrieg
Der Sonderbund wurde im November 1847 nach einem beinahe unblutigen Krieg aufgelöst. Die eidgenössischen Truppen (unter der Leitung von General Dufour) waren daran interessiert, den Konflikt zu beenden, bevor ausländische Mächte hineingezogen würden.
Die entscheidende Schlacht fand in Luzern statt: nachdem Luzern geschlagen war, ergaben sich auch die übrigen Sonderbundsmitglieder.
Der Sieg der Liberalen gefiel den konservativen Regimes von Frankreich, Österreich und Preussen keineswegs. Sie warnten die Eidgenossen vor einer Änderung ihrer Verfassung. Da diese Nachbarn Anfang 1848 jedoch von einer revolutionären Welle erfasst wurden, mischten sie sich nicht weiter in die eidgenössischen Angelegenheiten ein.
Dufour ist in erster Linie wegen seiner Rolle im Sonderbundskrieg bekannt. Er war jedoch auch ein begabter Mathematiker, Ingenieur und Karthograph. Der höchste Schweizer Berg (4'634 m.ü.M.) heisst zu Ehren des vielseitig begabten Generals "Dufour-Spitze".
Dufour, der aus einer Handwerkerfamilie stammte, vollbrachte verschiedene grosse Werke. Als junger Mann war er zuständig für den Hochwasserschutz in Genf und beteiligte sich am Entwurf der ersten Hängebrücke in Genf.
1838 gründete er das Eidgenössische Büro für Topographie, das bis heute (unter dem Namen Bundesamt für Landestopographie) für die Kartenproduktion zuständig ist. 1865 wurde dank seiner Initiative die erste vollständige topographische Schweizer Karte, die auch im Ausland Beachtung fand, publiziert.

