Handel und Tourismus
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Strassen erheblich verbessert. Viele Alpenpässe waren nun auch auf Rädern zu überwinden, was den alpenquerenden Handel ankurbelte.
Den grössten Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung hatte jedoch die Eisenbahn. In der Schweiz wurde 1847 die erste Bahnlinie eröffnet. Zwischen 1854 und 1864 wuchs das Schienennetz - das übrigens von einem privaten Unternehmen betrieben wurde - von 38 auf 1’300 km.
Trotz der wichtigen Rolle, welche die Eisenbahn bald einmal spielte, gerieten viele private Gesellschaften in finanzielle Schwierigkeiten. In der Folge kaufte der Staat die meisten Gesellschaften auf und gründete 1902 die Schweizerischen Bundesbahnen SBB.
Die Entwicklung des Eisenbahnbaus war eng mit der Entwicklung des Tourismus verknüpft. Die meisten Menschen konnten sich zwar noch längst keine Auslandreisen leisten, Angehörige der aufblühenden Mittelschicht reisten dafür um so lieber.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts besuchten jährlich bereits rund 350'000 ausländische – vorwiegend britische - Touristen die Schweiz. Ihrer Initiative ist auch die Entwicklung der Sommer- und Wintersportorte zu verdanken.