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Aussenpolitik

Büste von Henry Dunant (1828-1910) (in neuem Fenster)

Büste von Henry Dunant (1828-1910)© julia slater / swissworld.org

Bourbaki Panorama Luzern (in neuem Fenster)

Das Bourbaki-Panorama in Luzern illustriert eine der ersten Aktivitäten unter der Fahne des roten Kreuzes: Im französisch-preussischen Krieg 1870/71 werden nach der Niderlage der französischen Armee Verwundete transportiert und betreut.© Bourbaki Panorama Lucerne

Die Schaffung des föderativen Staats fiel in eine Zeit, in der ganz Europa von revolutionären Bewegungen erfasst wurde. Bis 1850 hatten jedoch die konservativen Regimes in den Nachbarländern die Macht wieder übernommen.

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Österreich waren in den frühen 1850-er Jahren sehr gespannt.

Italien, das für die Freiheit von Österreich kämpfte, benutzte das Tessin als Zufluchtsort – dies sehr zur Freude der lokalen Bevölkerung. Während des Verfolgung dieses Freiheitskämpfer überschritt Österreich - trotz heftiger Proteste aus Bern - mehrfach die Schweizer Grenze.

Das Neutralitätsprinzip, zu dem sich die Schweiz seit dem Westfälischen Frieden bekannte, schuf die Grundlage für das humanitäre Engagement des Landes.

1863 wurde das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) unter der Leitung des Schweizers Henry Dunant gegründet. Obwohl das IKRK durch eine private Initiative entstand, gelang es der Organisation bald, die Schweizer und andere Regierungen von ihrer Arbeit zu überzeugen. 1864 wurde an einer internationalen Konferenz die erste Genfer Konvention zum Schutz verletzter Soldaten verabschiedet. Bis heute gibt es vier Genfer Konventionen.

Während des franko-preussischen Kriegs (1870-1871), als Strassburg unter ständigem Beschuss stand, gelang es einer Delegation des IKRK, mit Zustimmung der preussischen Machthaber viele alte Menschen, Frauen und Kinder aus der Stadt zu bringen.