Wachsendes Territorium, stagnierende Mitgliederzahl
Während mehr als hundert Jahren traten zwar keine neuen Mitglieder der Eidgenossenschaft bei, das Territorium des Bündnisses wurde jedoch trotzdem grösser.
Im Jahre 1415 eroberten die Eidgenossen den Aargau, der bisher zu Österreich gehört hatte. Der grösste Teil des Aargaus wurde in der Folge unter die Orte Bern, Zürich und Luzern aufgeteilt, der Rest wurde als ‚gemeine Herrschaften’ verwaltet. Gleich erging es dem ebenfalls österreichischen Thurgau, der 1460 von sieben der eidgenössischen Orte übernommen und anschliessend durch Vögte verwaltet wurde.
Appenzell und Toggenburg (letzteres gehört heute zum Kanton St. Gallen), das Kloster und die Stadt St. Gallen, Schaffhausen, Freiburg, Biel und Solothurn kamen als so genannte ‚zugewandte Orte’ unter eidgenössischen Einfluss.
