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Das 16. Jahrhundert: Unabhängigkeit und Ende der Expansion

Der Schwabenkrieg

Als der spätere Kaiser Maximilian I. gegen Ende des 15. Jahrhunderts Reformen einführen wollte, welche die Eidgenossen enger an das Habsburger Imperium gebunden hätten, fürchteten diese um ihre Freiheit. Deshalb schlossen sie eine Allianz mit den drei Bünden, die heute den Kanton Graubünden bilden und die sich ebenfalls durch die Österreicher bedroht fühlten.

Schliesslich brach der Schwabenkrieg im Bündnerland aus, breitete sich schnell aus und endete mit einem Sieg der Eidgenossen bei Dornach (heutiger Kanton Solothurn).

Nach dem Krieg wurde im Frieden von Basel die Selbstständigkeit der Eidgenossen innerhalb des Reiches festgehalten.

Basel und Schaffhausen traten der Eidgenossenschaft 1501 als Vollmitglieder bei.

  • Maximilian I war der letzte Habsburger, der eine realistische Chance hatte, die Rechte seiner Familie auf dem Gebiet der heutigen Schweiz einzufordern.
  • Der Versuch Maximilians, die Eidgenossen enger an sein Imperium zu binden, löste jedoch den Schwabenkrieg aus, der das Gegenteil bewirkte: die Eidgenossen erkämpften sich in diesem Krieg die Unabhängigkeit von Habsburg.
  • Auch Maximilians Schwiegervater, der Burgunder Herrscher Karl der Kühne, scheiterte an den Eidgenossen. Seinen erfolglosen Versuch, die Eidgenossen wieder unter habsburgische Herrschaft zu zwingen, bezahlte er in der Schlacht bei Nancy mit dem Leben.
Hodler's Rückzug von Marignano (in neuem Fenster)

Der Rückzug von Marignano von Ferdinand Hodler, zu sehen auf einem Ausstellungsplakat.© BPUG Zurich Graph. Anstalt J.E. Wolfensberger

Italienfeldzüge

Nach dem Schwabenkrieg mischten die Eidgenossen auch in den Kämpfen um die aufblühenden norditalienischen Städte mit (hauptsächlich kämpften die wichtigsten europäischen Mächte, nämlich die Habsburger, die vallonischen Könige Frankreichs und das päpstliche Amt um diese Städte).


In dem 15 Jahre dauernden Kampf um Mailand unterstützten die Eidgenossen zuerst Frankreich, 1510 wechselten sie ins päpstliche Lager und eroberten 1512 Mailand von den Franzosen zurück. Nach der entscheidenden Schlacht gegen die Franzosen bei Novara (1513) schien es klar, dass die Eidgenossen ihre Expansion Richtung Lombardei fortsetzen würden.
Diese Träume wurden jedoch bereits zwei Jahre später zerschlagen, als die Franzosen gemeinsam mit ihren Verbündeten, den Venezianern, die Eidgenossen bei Marignano vernichtend schlugen.

Im anschliessenden Friedensvertrag wurde den Eidgenossen immerhin das Gebiet des heutigen Kantons Tessin und ein paar andere Gebiete, die heute zu Italien gehören, zugesprochen.

Die Schlacht bei Marignano gilt als Wendepunkt in der Schweizer Geschichte: sie beendete nicht nur die militärischen Expansionsaktionen der Eidgenossen, sondern markierte auch den Beginn der schweizerischen Neutralität.

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