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Wandmalerei der Schlacht von Stoss 1405 (in neuem Fenster)

Diese Wandmalerei zeigt die Schlacht von Stoss 1405, welche zur Unabhängigkeit der Appenzeller vom Abt von St. Gallen führte.© julia slater / swissworld.org

Das Jahr 1291 wird traditionsgemäss als Gründungsjahr der Schweizerischen Eidgenossenschaft betrachtet. In dieser Zeit schlossen sich drei ländliche Talschaften zusammen, um ihre Freiheit gegen allfällige Übergriffe von aussen besser verteidigen zu können.

Im 14. und 15. Jhd. entwickelte sich diese Gruppe zu einer lockeren Föderation mit ländlichen und städtischen Mitgliedern. Ende des 15. Jhds. war die Föderation stark genug, um die Machtverhältnisse in Europa zu beeinflussen. In verschiedenen Kriegen bewiesen die Eidgenossen Mut und Einfallsreichtum, was ihnen in Europa den Ruf eines gefürchteten Kriegsgegners eintrug.

Die Erweiterung der Eidgenossenschaft ging auf unterschiedlichen Wegen vor sich. Einige Gebiete traten der Eidgenossenschaft freiwillig und als gleichberechtigte Mitglieder bei, andere wurden mehr oder weniger gewaltsam erobert. Die Rechte der Einwohner/-innen waren von der Region, in der sie wohnten und von ihrer gesellschaftlichen Position abhängig.

Die Mitglieder der Eidgenossenschaft verwalteten im Allgemeinen vorwiegend die Angelegenheiten ihrer Region. Regelmässig trafen sich jedoch auch Abgeordnete der einzelnen Gebiete, um Fragen von allgemeinem Interesse zu diskutieren. Zu dieser Zeit wechselten sich Zürich, Bern und Luzern als Versammlungsorte für gesamt-eidgenössische Besprechungen ab. Jedes Mitglied der Eidgenossenschaft entsandte – je nach politischer Bedeutung - einen oder zwei Abgeordnete zu diesen Versammlungen.