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Die Abteikirche von St. Maurice, Kanton Wallis (in neuem Fenster)

Die Abteikirche von St. Maurice, Kanton Wallis© Marc-André Miserez / swissinfo

Das Territorium der heutigen Schweiz durchlief eine ähnliche Entwicklung wie das übrige Europa.

Die ersten Jahrhunderte waren geprägt von Migrationsbewegungen (Epoche der Völkerwanderung). Dies führte dazu, dass das Gebiet der heutigen Schweiz von verschiedenen Völkern besiedelt wurde.

Das Christentum, das bereits von den Römern eingeführt worden war, breitete sich allmählich aus – vorwiegend durch Missionare. Die Kirche mit ihren Bistümern und Klöstern wurde zu einer wichtigen Landbesitzerin. Mit dem Land besass die Kirche auch das Recht, über die Menschen, die ihr Land bewohnten und bewirtschafteten, zu bestimmen. Gleichzeitig vermehrten adlige Familien ihre Macht durch Eroberungen, Erbschaften und geschickte Heiratspolitik.

Für eine kurze Zeit kontrollierte der Frankenkönig Karl der Grosse einen bedeutenden Teil Westeuropas und gab sich im Jahre 800 den Titel ‚Kaiser des Westens’. Jedoch auch unter Karl dem Grossen gab es noch keine eigentliche Staatsidee. Auf jeder einzelnen Stufe der Gesellschaft basierten die Beziehungen zwischen Schwächeren und Stärkeren auf persönlichen Abhängigkeiten. Der Kaiser regierte über ein Netzwerk von adligen Familien. Während dieser Zeit waren die Machtverhältnisse zwischen Königen, Herzögen und der Kirche ständigen Änderungen unterworfen, da alle Parteien bemüht waren, ihre Privilegien zu erhalten oder auszubauen.

Eine weitere Machtebene kam 962 dazu, als der deutsche König Otto I. den Papst dazu überreden konnte, ihn zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches zu ernennen.

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