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Invasionen

Die Statue des heiligen St. Bernhard auf dem gleichnamigen Pass. (in neuem Fenster)

Die Statue des heiligen St. Bernhard auf dem gleichnamigen Pass.© swissworld.org

Das Territorium der heutigen Schweiz war verschiedenen Bedrohungen ausgesetzt. Da sich die verschiedenen Adelsfamilien ständig bekämpften, um mehr Macht zu erlangen, war das Gebiet geschwächt und zog fremde Invasoren an.

Die Sarazenen

Im 9. und 10. Jhd. wurden verschiedene Gebiete, die heute zur Schweiz gehören, von den Sarazenen (muslimische Kolonialisten) bedroht. Die genaue Herkunft der Sarazenen ist unklar. Überliefert ist einzig, dass sie von einer Basis in der Provence (Südfrankreich) aus Richtung Norditalien drangen und westliche Alpenpässe eroberten. Bevor sie sich wieder zurückzogen, waren sie bis nach Chur und kurz vor St. Gallen vorgedrungen.

Vertrieben wurden die Sarazenen von lokalen fränkischen Armeen. Einer der Christlichen Führer, der die Sarazenen um 972 vom Grossen St. Bernhard (damals noch Mont Jovis genannt) vertrieb, war Bernard de Menthon, der das Hospiz auf dem Pass gründete und nach dem der Berg – und viel später auch die Rettungshunde, die dort ausgebildet wurden – heute benannt wird.

Die Ungarn

Zur ungefähr gleichen Zeit bedrohten auch die Ungarn das Territorium. Die Ungarn kamen ursprünglich aus Asien, erreichten schliesslich die Donau und wanderten weiter westwärts. 917 zerstörten sie Basel, später brannten sie die Klöster St. Gallen und Rheinau nieder. Erst dem deutschen König Otto I. gelang es im Jahr 955, die Ungarn zu vertreiben.

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