Der Kaiser und die Adelsfamilien
Das westliche Imperium von Karl dem Grossen war unter seine Erben aufgeteilt. Das deutsche Imperium von Otto blieb dagegen ungeteilt: die nachfolgenden Herrscher wurden von den deutschen Prinzen gewählt, wobei nur Mitglieder bestimmter Familien zur Wahl antreten durften. Wenn ein Kaiser schwach war, hatten mächtige Familien praktisch freie Hand. Die mächtigsten Familien auf Schweizer Territorium waren die Zähringer (Gründer der Städte Bern und Freiburg), die Grafen von Savoyen, die Kyburger und die Habsburger.
Der Kaiser konnte sich auf zwei Machtpfeiler stützen:
1) Die persönliche Macht aus den Besitztümern seiner Familie
2) Die Macht als Herrscher über ein ganzes Imperium
Diese Dualität bekamen die Schweizer jeweils deutlich zu spüren, wenn Mitglieder der Habsburger Familie, die viel Land auf dem Gebiet der heutigen Schweiz besass, zum Kaiser gewählt wurden. Die Habsburger Herrscher waren wegen ihrer Besitztümer besonders bemüht, die Freiheiten der lokalen Gemeinschaften möglichst einzuschränken.
Externe Links
- Das Verhältnis zwischen Königtum und Kirche um 500 bis 1000 n.Chr. LADAS (in Englisch)

