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Das einfache Volk

Darstellung von landwirtschaftlicher Arbeit in der Kathedrale von Lausanne (in neuem Fenster)

Darstellung von landwirtschaftlicher Arbeit aus dem 13. Jahrhundert. Zu sehen in der Kathedrale von Lausanne.© julia slater / swissworld.org

Der Grossteil der Bevölkerung arbeitete in der Landwirtschaft. Viele waren Leibeigene, die das Land ihres Herrn bewirtschafteten. Andere waren freie Pächter, die dem Landbesitzer einen Teil der Ernte als ‚Pachtzins’ bezahlten. In einigen Fällen hatten einfache Bauern die Möglichkeit, eigenes Land zu besitzen, wenn sie bereit waren, dieses für die landwirtschaftliche Nutzung zu erschliessen.

Eine wichtige Gruppe von Leuten, welche unproduktives Land in produktives umzuwandeln wussten, waren die Walser. Dieses deutschsprachige Volk wanderte im 12.-13. Jhd. aus dem Gebiet des heutigen Kantons Wallis ostwärts in das Bündnerland (heute: Kanton Graubünden) und nach Norditalien. Die Walser genossen viele Privilegien, weil sie entscheidend an der Besiedlung und Kontrolle der Alpenpässe beteiligt waren.

Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bauern waren jedoch je nach Gebiet und lokaler Herrschaft sehr unterschiedlich.