Die Situation der Arbeiter gegen Ende des Zweiten Weltkriegs
In den 1920-er und 1930-er Jahren änderten die Gewerkschaften allmählich ihre Taktik: die Idee des Klassenkampfes wurde aufgegeben und durch die Zusammenarbeit mit den Bauern und der Mittelklasse ersetzt.
Ein wichtiger Meilenstein wurde 1937 erreicht, als Arbeitnehmer und Arbeitgeber ein so genanntes Friedensabkommen unterzeichneten. Darin vereinbarten die Maschinen- und Metallindustrie mit vier Gewerkschaften, dass gegenseitige Forderungen ohne Einsatz von Kampfmaßnahmen ausgehandelt werden sollten.
Ein weiterer Fortschritt betraf auch die Kompensationszahlungen: im Gegensatz zum Ersten Weltkrieg erhielten die Männer, die während des Zweiten Weltkriegs mobilisiert wurden, Lohnersatzzahlungen. Damit wurde die Grundlage für das heutige System der Sozialleistungen gelegt.