Offizielles Schweizer Informationsportal

Your Gateway to Switzerland

Der Zweite Weltkrieg

Bau von Panzersperren in den 1940er Jahren (in neuem Fenster)

Building tobleronesBau von Panzersperren in den 1940er Jahren© Theo Frey / Federal Archives Bern

In der Zeit vor und während dem Zweiten Weltkrieg verfolgte die Schweiz in erster Linie das Ziel, ihre Unabhängigkeit zu bewahren und nicht in das Kampfgeschehen hineingezogen zu werden.

Um die Gefahr einer Invasion zu minimieren, erhöhte die Schweiz das Verteidigungsbudget, intensivierte die Ausbildung der Soldaten und traf bauliche Massnahmen zur Landesverteidigung.

Im März 1939 wurden Reservisten zum Schutz der Grenze zu Deutschland aufgeboten. Die Bevölkerung wurde dazu aufgefordert, Notvorrat zu lagern und Schutzräume für den Fall von Luftangriffen einzurichten. Weiter wurde jedes verfügbare Stück Land zu Ackerland (vorwiegend für den Anbau von Kartoffeln), um die Versorgung der Bevölkerung sicher zu stellen.

Henri Guisan wurde zum Oberkommandierenden der Schweizer Armee ernannt. Er erhielt den Grad eines Generals, der in der Schweiz nur im Kriegsfall verliehen wird.

Es gab Pläne, in den Alpen so genannte ‚Réduits’ zu errichten von denen aus der Widerstand gegen die Invasoren organisiert worden wäre. Mit dieser Taktik erhoffte sich die Schweizer Regierung, im Falle einer Besetzung durch die Nazis wenigstens das Gebiet in den Alpen verteidigen zu können.

Die Bedrohung war während des ganzen Kriegs allgegenwärtig: Österreich war bereits 1938 von Nazi-Deutschland annektiert worden, und nach dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich war die Schweiz vollständig von Deutschland und dessen Alliierten eingekreist.

Als neutraler Staat handelte die Schweiz nach der Haager Konvention von 1907, die neutralen Staaten den freien Handel mit allen Kriegsparteien erlaubte – auch den Export von Waffen.

Bis heute sind in vielen Gebieten Betonblöcke, die errichtet wurden, um die deutschen Panzer am Eindringen zu hindern, zu sehen. Diese Panzersperren werden auch "Tobleronen" genannt, da sie aussehen wie die wohl berühmteste Schweizer Schokolade gleichen Namens.

Externe Links