Offizielles Schweizer Informationsportal

Your Gateway to Switzerland

Wirtschaftliche Veränderungen

Von den wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen des 18. Jahrhunderts konnten nicht alle profitieren.

Die Landwirtschaft wurde rationalisiert und kommerzialisiert. Es gab in der Folge immer weniger Arbeit für landlose Bauern, die nun andere Wege suchen mussten, um ihre Existenz zu sichern. Viele Landbewohner wurden zu Heimarbeitern für die Textil- und Uhrenindustrie. Sie erhielten von den Fabriken Einzelteile oder Rohstoffe zur weiteren Verarbeitung nach Hause geliefert.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Schweiz zu den industrialisiertesten Ländern Europas.

Die Schweiz beteiligte sich aktiv am europäischen Wirtschaftssystem. Vor allem die Banken, welche den Handel nach Übersee mitfinanzierten und die Textilfabrikanten, deren Produkte Teil des so genannten ‚Dreieckshandels’ waren, profitierten vom erweiterten Markt.

Der Dreieckshandel funktionierte wie folgt: schweizerische Handarbeiten wurden zu einem europäischen Hafen transportiert, auf ein grosses Segelschiff umgeladen und nach Afrika transportiert. Dort wurden die Schweizer Textilerzeugnisse gegen Sklavinnen und Sklaven eingetauscht. In Amerika oder auf den Antillen wurden die Sklaven dann ver- und Kolonialwaren gekauft. Diese Kolonialwaren gelangten anschliessend nach Europa, womit der Kreislauf geschlossen war.

swissinfo, April 2003