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Geschichte

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Barockfassade des Luzernerhauses in Frauenfeld, Kanton Thurgau (in neuem Fenster)

Das Luzernerhaus wurde für den Vertreter des Standes Luzern an den Tagsatzungen in Frauenfeld errichtet. Frauenfeld war ab 1715 Sitz dieser Versammlungen, an denen bevollmächtigte Boten der eidgenössichen Orte gemeinsame Geschäfte berieten.© swissworld.org

Das 18. Jhd. war eine relativ friedliche Zeit. Erst im letzten Jahrzehnt kam Unruhe in die Eidgenossenschaft, als französische Revolutionstruppen einmarschierten und das alte politische System zerstörten.

Geprägt war das 18. Jhd. durch grosse Fortschritte in Landwirtschaft und Industrie (vor allem Textil- und Uhrenindustrie). Ausserdem entstanden im ganzen Land viele intellektuelle und patriotische Gesellschaften. Die Intellektuellen pflegten einen regen Gedankenaustausch mit Kollegen aus dem Ausland. Gleichzeitig vertraten sie einen nationalen Patriotismus, der sich vom weit verbreiteten, auf ein Kantonsgebiet beschränkten Lokalpatrotismus unterschied.

Als Folge der französischen Revolution endete das Jahrhundert in ganz Europa mit Protestbewegungen gegen die europäischen Monarchien.

1798 fielen französische Truppen in der Schweiz ein, zerstörten die Macht der Führungseliten und vorübergehend auch das kantonale System und errichteten die zentralistische Helvetische Republik.

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte war die Schweiz gezwungen, ihre Neutralität aufzugeben und den Franzosen Soldaten zur Verfügung zu stellen.