Die Helvetische Republik
Die Franzosen beseitigten alle bestehenden Regierungen und Verfassungen und restrukturierten das ganze Gebiet vollständig neu.
Mit Hilfe der französischen Besatzer schrieben Schweizer Revolutionäre eine neue Verfassung für die zentralistische Helvetische Republik, die im April 1798 in Kraft trat.
Der Unterschied zwischen Kantonen, Untertanengebieten und gemeinen Herrschaften wurde abgeschafft. Die Eidgenössische Tagsatzung wurde durch ein Zweikammer-Parlament mit indirekt gewählten Abgeordneten ersetzt und als Regierung amtete ein fünfköpfiges Direktorium.
Obwohl die Regierung in Schweizer Hand war, musste das Land einige Massnahmen der Franzosen akzeptieren, auf die man in der Schweiz lieber verzichtet hätte. Dazu gehörte die Verpflichtung, die französischen Soldaten zu beherbergen und mit Nahrungsmitteln zu versorgen sowie ihnen zu erlauben, die Schweiz als Transitland zu nutzen.
Die Schweiz war ausserdem gezwungen, ihre Neutralität zu Gunsten eines Bündnisses mit Frankreich aufzugeben.
Die Helvetische Republik folgte dem Modell der Aufklärer des 18. Jahrhunderts. Die Aufklärer wehrten sich gegen das autokratische System, in dem alle Macht in den Händen einiger weniger Herrscher lag. Die neue Republik gründete auf der Gewaltentrennung
- Legislative (Parlament)
- Exekutive (Regierung)
- Judikative (für die Auslegung der Gesetze zuständig)
Externe Links
- Helvetische Republik Historisches Lexikon der Schweiz
