Wasserwege
Schweizer Flüsse und Seen bilden einen Teil des nationalen Transportsystems. Insgesamt gibt es 65 km schiffbare Wasserwege und 12 schiffbare Seen.
Die im 19. Jahrhundert auch überregional bedeutende Seeschifffahrt wurde zunehmend durch die Eisenbahn ersetzt. Das Verkehrsangebot auf Flüssen und Seen richtete sich zunehmend auf den aufkommenden Tourismus aus.
2006 transportierten die Schifffahrtsgesellschaften im Inland über 13,4 Millionen Passagiere, ein neuer Rekord. Am meisten Passagiere zählte man auf dem Vierwaldstättersee und dem Zürichsee.
Auf vielen Flüssen und Seen bestehen auch Fährverbindungen. Die wichtigsten Autofähren befinden sich am Bodensee (Romanshorn - Friedrichshafen), Vierwaldtstättersee (Beckenried - Gersau) und am Zürichsee (Horgen - Meilen).
Der Rhein: eine internationale Wasserstrasse
Der Rhein entspringt in den Schweizer Alpen und bildet den grössten Teil der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland.
Schiffbar ist diese wichtige europäische Wasserstrasse zwischen Basel und der Nordsee. Basel ist deshalb ein bedeutender Umschlagplatz für alle möglichen Güter, die vom Land- auf den Wasserweg oder umgekehrt umgeladen werden. In Basel gibt es vier Häfen, die alle bestens an das europäische Strassen- und Bahnnetz angeschlossen sind.
Etwa 13% des Aussenhandels werden über das Wasser abgewickelt. Auf dem Wasserweg werden vorwiegend flüssige und feste Brennstoffe (Öl und Kohle), Metalle, Maschinen, Getreide und Tierfutter transportiert.
Im Jahr 2002 verfügte die Schweizer Rheinflotte über 115 Schiffe, davon 45 Passagierschiffe (Ausflugs- und Kreuzfahrtschiffe).

