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Geografie

Die Quellen Europas liegen in der Schweiz

Abfluss des Rheins aus dem Bodensee, Schilflandschaft mit Wasservögeln (in neuem Fenster)

Der Rhein kurz nach dem Abfluss aus dem Bodensee.© swissworld.org

Weil verschiedene europäische Ströme ihren Ursprung in der Schweiz haben und wegen der vielen Flüsse und Seen wird die Schweiz auch das «Wasserschloss Europas» genannt. Sechs Prozent der Süsswasservorräte Europas lagern in den Schweizer Alpen.

Die Schweizer Alpen dienen als kontinentale Wasserscheide: Von hier fliesst der Rhein in die Nordsee, die Rhone ins westliche Mittelmeer, der Ticino (Po) ins Adriatische Meer und der Inn (Donau) ins Schwarze Meer.

Das Wasser ist der einzige Rohstoff des Landes. Im Jahr 2000 betrug der Anteil der Wasserkraft an der gesamten schweizerischen Elektrizitätsproduktion 58 Prozent. Die mächtige Grande Dixence ist mit 285 Metern die höchste Staumauer der Welt.

Der Rheinfall, einige Kilometer unterhalb der Kantonshauptstadt Schaffhausen, ist mit einer Breite von 150 Metern und 23 Metern Höhe der grösste Wasserfall Europas.

Seen

Nebst zahlreichen Flüssen hat die Schweiz über 1'500 Seen. Die beiden grössten Schweizer Seen teilt sich das Land mit seinen Nachbarn: den Genfersee (Lac Léman) im Südwesten mit Frankreich, den Bodensee im Nordosten mit Deutschland und Österreich. Beide Seen sind wichtige Trinkwasserlieferanten; der von der Rhone gespiesene Genfersee ist sogar der grösste Frischwasserspeicher in Europa.

Der flächenmässig grösste See ganz auf Schweizer Gebiet ist der Neuenburgersee am Südrand des Jura (218,4 km2), gefolgt vom bekannten, 113,7 km2 grossen Vierwaldstättersee in der Innerschweiz.

Gewässerschutz

Seit Jahrzehnten unternimmt die Schweiz grosse Anstrengungen, die Wasserqualität zu verbessern und zu erhalten. Inzwischen sind 95 Prozent der Haushalte an Kläranlagen angeschlossen.