Suonen: Historische Wasserkanäle
Auch wenn die Schweiz im Allgemeinen über genügend Wasser verfügt, gibt es doch Gebiete, die im Sommer sehr trocken sind. So wurden auf dem Gebiet des heutigen Kantons Wallis vor mehreren hundert Jahren künstliche Kanäle - «Suonen» - gebaut, damit das Wasser auf die Felder umgeleitet werden konnte.
Im Mittelalter waren rund 20'000 Kilometer dieser «Suonen» in Gebrauch, zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es nur noch 2000.
Im günstigsten Fall konnten die Walliser natürliche Kanäle für die Bewässerung ihrer Felder ausnützen oder einfach Gräben bauen, um das Wasser umzuleiten. Im Extremfall riskierten sie ihr Leben, um entlang den Felswänden Kanalsysteme aus Holz zu bauen und in Stein zu hauen.
