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Naturgefahr Wasser

Überschwemmung des Matte-Quartiers an der Aare in Bern, August 2005 (in neuem Fenster)

Im August 2005 wurde das an der Aare gelegene Matte-Quartier überschwemmt. Einige Einwohner mussten mit dem Helikopter aus ihren Häuser-Inseln evakuiert werden.© julia slater / swissworld.org

Auch heute noch sind oberhalb von Goldau die riesigen Felsblöcke des Felssturzes von 1806 zu erkennen. (in neuem Fenster)

Auch heute noch sind oberhalb von Goldau die riesigen Felsblöcke des Felssturzes von 1806 zu erkennen.© julia slater / swissworld.org

In den letzten Jahren gab es in der Schweiz wiederholt Überschwemmungen mit tragischen Folgen:

1987 ereignete sich im Alpenraum nach anhaltend starken Regenfällen eine der schwersten Unwetterkatastrophen der letzten Jahre. Die Gesamtschäden beliefen sich auf beinahe 800 Millionen Franken. Die Reuss spülte im Kanton Uri Teile der Gotthard-Eisenbahn weg und überspülte auch die Autobahn. Die international wichtige Nord-Süd Verbindung war während 18 Tagen vollständig unterbrochen.

Im Oktober 2000 wurde das Walliser Bergdorf Gondo von einer Schlammlawine zerstört, wobei 13 Menschen ihr Leben verloren. Ebenfalls im Kanton Wallis hatte bereits 1993 ein Hochwasser zwei Todesopfer gefordert und zur Verwüstung grosser Teile des Hauptortes Brig geführt.

Im August 2005 gab es entlang der gesammten Voralpen die grössten Überschwemmungen seit 1999, viele Täler waren abgeschnitten und die Zerstörungen gross. An mehreren Messstationen wurden die höchsten 2- und 4-tägigen Niederschlagsmengen seit Messbeginn registriert.

Ob die Häufung dieser Ereignisse eine direkte Folge der Klimaveränderung ist, wird heftig diskutiert. Klar ist, dass bauliche Eingriffe in die Natur und die dichte Besiedelung für die höheren Schäden verantwortlich sind.

Doch Umweltkatastrophen sind in der Schweiz nicht neu: 1806, nach Wochen heftigen Regens, wurde das Dorf Goldau in der Zentralschweiz vollständig unter einem Bergsturz begraben. Einige der 953 Menschen, die starben, wurden nicht unter den Felsen zerquetscht, sondern ertranken in der Flutwelle des Lauerzersees.

Im Jahr 1512 wurden viele Häuser des Dorfes Biasca (Kanton Tessin) durch einen Bergsturz zerstört. Dieser Bergsturz staute den Fluss zu einem See. Zwei Jahre später brach der natürliche Damm, in der Flutwelle starben 600 Menschen.

In der Stadt Zug ereignete sich 1435 eine Katastrophe, als eine direkt am Seeufer gelegene Strasse mitsamt 26 Häusern und 60 Bewohnern in den See stürzte.

Beinahe 900 Jahre früher staute ein Bergsturz am Ostende des Genfersees die Rhone. Wenige Monate später, im Jahr 563, brach dieser Naturdamm. Die Fluten zerstörten zahlreiche Dörfer beidseits des Flussufers sowie die Rhonebrücke in Genf.

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